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Melissa Allen
 | Thema: Re: Am Waldrand Sa Jan 21, 2012 3:48 pm | |
| Zwar galt Melissa wirklich als fröhliche Person, aber deswegen musste sie noch lange nicht stark sein. Wohl eher war sie stark, weil sie ihre Familie ertrug und nicht jeden einzeln anschrie. Ja gut, deswegen war sie wohl recht abgehärtet, aber irgendwie kam sie sich nicht so vor, als wäre sie etwas Besonderes. Doch vielleicht war sie dies ja und sie begriff es nur nicht, weil einfach jeder Mensch etwas Besonderes war und dies dadurch nicht mehr zur Geltung kam. Hm, ja, das war gar keine so schlechte Überlegung, eigentlich. Als Tia meinte, das passe nicht ins Bild, musste die Gryffindor ein wenig lachen. "Tut mir leid, ich habe eben meine Momente. Besonders dann, wenn ich tolle Leute kennenlerne." Still und heimlich schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen, was aber nicht wirklich unerwartet kam. Nein, jedes Mal, wenn sie jemandem ein Kompliment machte, musste sie lächeln. Und so gut wie jedes Mal, wenn sie selbst ein Kompliment bekam, war sie ein wenig verlegen. Das war eben einfach der Lauf der Natur. Sie lauschte ihrer Freundin weiter und sie hatte recht. Natürlich, jeder Mensch war etwas Besonderes - auch, wenn dies nun nicht wortwörtlich gesagt wurde. Aber dennoch kam sich das Mädchen immer wieder so gewöhnlich vor. So gewöhnlich, wie sie eigentlich nie sein wollte. Zum Beispiel wenn sie Éowyn und Alexandra begegnete. Die beiden waren das perfekte Beispiel für dies. Neben ihnen fühlte sich Melissa ziemlich gewöhnlich. Vermutlich auch nur, weil sie gewöhnlicher war. Aber die beiden Ravenclaws waren ohnehin das Chaosteam schlechthin. Wohl fühlte sich jeder neben ihnen ein wenig gewöhnlich. Doch für gewisse Menschen war man natürlich immer etwas Besonderes, was irgendwie eine recht beruhigende Tatsache war. Allerdings stellte sich dann die Frage, für wen Melissa denn so war. Für ihre Eltern vermutlich. Für ihren Bruder? Irgendwie bezweifelte sie das. Auch wenn sie ihn so sah. Das musste immerhin nicht automatisch bedeuten, dass auch er von ihr so dachte. Nein, gewiss würde er sie als naiv bezeichnen und darüber lachen, wie leicht sie doch zu beeindrucken war, wie leicht man ihr etwas einreden konnte. Ja, er war wirklich sonderbar, dieser Brite. Nicht wie jeder andere. Er und Dorian hatten sich zumindest gesucht und gefunden. Oder eben nicht gesucht, aber trotzdem gefunden. Wie auch immer man es sehen wollte. Die Gryffindor schob ihre Gedanken wieder beiseite und hörte Tia weiterhin zu. "Naja", fing sie an, als ihre Freundin ihre Aussage beendet hatte. "Weißt du, ich werde eher als schwarzes Schaf angesehen, auch, wenn meine Eltern das nicht zugeben wollen. Und irgendwie ..." Ihr Blick wanderte zum Boden, woraufhin sie sich automatisch fragte, wann wohl der erste Schnee fallen würde. "Es kommt mir vor, als würde ich meinem Bruder den Platz klauen." Sie hob ihren Kopf und sah ihrer Freundin in die Augen. Ja, so kam es ihr wahrlich vor. Das Mädchen machte dann einen kleinen Hopser, um nicht wieder in ein Paralleluniversum aka Traumwelt abzutauchen. "Er ist unheimlich klug, ist gut in der Schule, hat die Manieren geradezu mit Löffeln gefressen und ... wird verachtet, während ich fast das komplette Gegenteil von ihm bin und total bevorzugt werde. Vielleicht kommt diese Unsicherheit einfach daher." Ihr kam es beinahe so vor, als müsste man sie dafür hassen, doch aus irgendeinem Grund tat ihr Bruder das nicht. Ein Grund, den sie nicht verstehen konnte. Sie selbst würde sich abgrundtief hassen und vermutlich von der nächsten Brücke schubsen, aber er nicht. Immerhin war es nicht so, als hätte er nicht schon genug Chancen dazu gehabt. Ihre Tollpatschigkeit suchte ja immerzu Aufmerksamkeit. Dummes Ding. "Wie sieht's eigentlich in deiner Familie aus? Gibt's da auch irgendwelche mysteriösen Vorfälle oder so irgendwelche Familiengeheimnisse?" Hm, Familiengeheimnisse. Ein Punkt, über den sie noch nie wirklich nachgedacht hatte. Sie war sich sicher, dass die Familie Allen haufenweise davon hatte, aber sie selbst kannte kein einziges. Gut, es war nur mehr als klug ihr nichts zu erzählen, denn so etwas Aufregendes, was ohnehin nur ein Geheimnis ihrer Familie war, würde sie wirklich weitererzählen. Bei Freunden war dies etwas anderes. Freunde standen bei Melissa sogar über der Familie. Allerdings hatte ihre Familie das auch wirklich verdient, wenn sie so darüber nachdachte.
ooc: Sorry, mich hat eine Welle der Unmotivation überkommen und ich bin sie erst heute halbwegs losgeworden. :'D |
|  | | Tia Grant

 | Thema: Re: Am Waldrand So Jan 22, 2012 2:17 pm | |
| MELISSA ALLEN & TIA GRANT
Am heutigen Tag machten mal wieder die Gene bemerkbar, die sie von Seiten ihres Vaters kommen mussten, denn was Melissa mit 'tut mir leid, ich habe eben meine Momente. Besonders dann, wenn ich tolle Leute kennenlerne' meinte, verstand Tia nicht. Das mit den Genen konnte Tia daher sagen, dass ihre Cousine manchmal etwas dümmlich war und oft Dinge nicht verstand, so wie Tia nun. Aber mit 'tollen Leuten' musste auch wohl Tia gemeint sein, sonst hätte Mels das wohl kaum erwähnt. Das fand Tia nett und somit lächelte sie wie schon sooft zuvor. Anschließend vollendete sie ihre Aussage einfach und wie Erwartet kam eine Antwort von Melissa. Ihr Bruder musste wohl echt bewundernswert sein. Tia dachte ja zuvor, dass er es wohl sehr schwer gehabt hat und heute vielleicht ziemlich komisch, anders, vielleicht auch bösartig war, aber Mels beneidete ihn ja richtig um das, was er war - naja so wirkte es auf Tia, aber warum sollte sie ihm den Platz wegnehmen? Das machte doch wirklich keinen Sinn. "Wow, er muss wohl ein wirklich toller Mensch sein.." Tia stellte sich ihn vor, aber ihr fehlte irgendein Puzzelstück, um diese Person vor ihren Augen sehen zu können. Irgendwie fand sie kein Erscheinungsbild, dass zu all dem, was sie bisher erfahren hatte, passte. Er hatte wohl echt viel erlebt und war doch so.. Ach keine Ahnung, Tia kannte ihn ja noch nicht einmal. Schließlich kam sie noch mal auf das zurück, was Melissa noch erwähnt hatte. "...aber auch wenn dein Bruder so wunderbar erscheint, hat es doch sicher einen Grund, dass du bevorzugt wurdest. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass du ein schwarzes Schaf bist.." Keine Ahnung was Tia noch dazu sagen sollte. Ihr selbst fiel auch nichts mehr ein. Sie hätte zu gerne eine andere Sichtweise auf das Ganze, aber irgendwie verstand sie Mels nur zu gut. Wahrscheinlich waren sie sich einfach zu ähnlich. Tias Worte kamen also nicht besonders glaubwürdig rüber und das merkte Tia auch selber, also fügte sie dem Ganzen noch etwas hinzu: "Ach ich weiß auch nicht. Ich glaube ich würde mich auch wie ein schwarzes Schaf fühlen. Ich kann dann - so gern ich auch möchte - nichts anderes sagen." Hoffentlich hatte Melissa verstanden, wie Tia das meinte, denn sie selbst verstand ihre Worte nicht besonders gut, aber Melissa war doch sicherlich auch sehr klug, egal wie klug auch ihr Bruder war. Schließlich musste ja diese verhasste Frage nach Familiengeheimnissen kommen. Tia wurde spürbar unruhig. Sie musste es verstecken, denn egal wie gut sie mittlerweile mit den Schmerzen in jeder Vollmondnacht und dieser Angst Leuten weh zu tun umgehen konnte, das Verstecken von dieser Angst Aufzufliegen funktioniert einfach nicht. Tia umging einfach die Frage und erzählte etwas von ihrer Familie: "In meiner Familie ist eigentlich alles ganz ok... Ich bin Einzelkind und hab noch keinen Verlust eines Mitglieds erleiden müssen... außer.." Sie musste kurz tief durch atmen, damit sie nicht noch unruhiger wurde. "..mein Großvater ist gestorben, aber das ist schon länger her." Sie machte eine kurze Pause und fuhr fort: "Mein Vater ist ein Muggel und besitzt einen Obstladen. Ist ganz lustig zwischen Melonen und Erdbeeren ausfzuwachsen!" Sie musste kurz kichern. "Mein Vater weiß gar nicht, dass Magie existiert. Mum hat es immer vor ihm verheimlicht - versteh ich nicht... Die Tochter von Dads Schwester ist Daisy. Sie ist auch aus Beausbatons. Daisy ist die einzige Person außer meiner Mum, die alles über mich weiß!" Ja, wirklich alles.. Tia wurde wieder total unruhig. Diese Unruhe breitete sich in der Umgebung aus und ging auch auf Mels über.....
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|  | | Melissa Allen

 | Thema: Re: Am Waldrand So Feb 05, 2012 2:01 am | |
| Und mit einem Schlag wurde ihr bewusst, dass sie ihrer neuen Freundin ein komplett falsches Bild ihres Bruders in den Kopf gesetzt hatte. Wow, er muss wirklich ein toller Mensch sein. Sie bekam diese Worte einfach nicht mehr aus ihrem Gedankenfluss. Gleichzeitig wusste sie nicht so recht, ob sie nun lauthals loslachen oder losheulen sollte. Es war schade, denn er besaß tatsächlich viel Potenzial, aber dennoch war er ... naja, er war eben der Joshua Allen, der in Hogwarts berühmt-berüchtigt war. Allerdings entschied sie sich für die Option des Lachens. Als sie sich dann herzlichst ausgelacht hatte, holte sie erstmals tief Luft, bevor sie irgendetwas zur Erklärung sagte. "Joshua? Ein toller Mensch? Das sind zwei Dinge, bei denen es verboten werden sollte, diese im selben Satz zu nennen!", meinte sie dann beinahe entrüstet. "Nein, er ist kein toller Mensch, aber ein grandioser Schauspieler und eine ... - um es nett auszurücken - extreme Nervensäge." Um ehrlich zu sein hoffte Melissa, dass Tia sich davon nie selber überzeugen musste oder überhaupt in seine Nähe kam. Wenigstens saßen die Schüler aus Beauxbatons bei den Ravenclaws und nicht bei den Slytherins. Da saßen ja die Leute aus Durmstrang, die sich bestimmt blendend mit den Schlangen verstanden. Aber der Gedanke, dass Tia irgendetwas mit einem dieser hinterhältigen Biester zu tun haben könnte, den wollte sie sich gar nicht so recht zu Gemüte führen. "Und er ist sehr ... manipulativ. Also pass auf, falls er dir jemals begegnen sollte", warnte sie ihre Freunden letztendlich. Gar nicht auszumalen, dass der Kerl anfangen könnte, ihre Freunde zu manipulieren oder so. Na zuzutrauen war es ihm ja, deprimierender Weise. "Naja doch", fing sie schließlich an, als sie sich die nächste Aussage angehört hatte. "Im Grunde bin ich fehl am Platz in dieser Slytherin-Familie. Aber ich weiß nicht, was mein Vater hatte. Ich verstehe zwar, dass man Joshua nicht als Sohn will, aber eigentlich entspricht er den Erwartungen dieser Familie perfekt - besonders im Gegensatz zu mir." Eine Löwin unter Schlangen. Ja, das klang irgendwie von Grund auf falsch. Sie gehörte nicht in diese Familie, liebte sie aber trotzdem. Manchmal war sie sich sogar sicher, dass sie adoptiert wurde, aber nein, so war es leider nicht. Wobei.. leider? Nicht unbedingt. Sie war froh, dass ihre Familie - ihren Bruder einfach einmal ausgenommen - sie liebte und sich um sie sorgte, sowie auch kümmerte. Ja, in dieser Hinsicht hatte sie es wirklich gut. Als Tia dann meinte, sie würde sich bestimmt auch wie ein schwarzes Schaf fühlen, musste Melissa lächeln. Es war nett von ihr, dies zu sagen. Andere hätten sich diese Geschichte noch nicht einmal angehört. Aber die Französin war anders - und die Gryffindor mochte das. Es war schön zu hören, dass nicht jeder irgendwelche Familienprobleme hatte. Immerhin war es schon genug, dass sie selbst mit so etwas geplagt wurde, obwohl sie eigentlich keinen Grund hatte, irgendwie an Familienprobleme zu denken. Aber naja, ihre Gedanken funkten ihr da eben ein wenig dazwischen. Es war traurig, wenn ein Familienmitglied die Welt der Sterblichen verließ und Melissa verstand, dass Tia nur ungern darüber sprach, wie sie wegen dem tiefen Durchatmen feststellen konnte. Sie selbst würde wohl auch nicht gerne darüber reden. Die kurze Pause, die darauf folgte, nutzte sie, indem sie ihr Beileid aussprach. Sie war wirklich froh, dass ihr so etwas noch nicht passiert war. Gar nicht auszumalen, wie sehr sie das mitgenommen hätte. Bei dem Kommentar über Tias Vater musste das Mädchen lachen. Zwischen Melonen und Erdbeeren aufzuwachsen klang eigentlich ganz interessant, wenn sie so darüber nachdachte. Na zumindest lernte man bestimmt schnell, welche Früchte gut schmeckten und welche nicht. Allerdings war es auf der anderen Seite wieder traurig, dass der Mann nicht einmal wusste, dass Magie existierte. Auch wenn Melissa nachvollziehen konnte, warum man einem Muggel dieses Phänomen verheimlichte. "Ich hoffe, ich lerne Daisy im Laufe des Jahres auch noch kennen", meinte sie dann strahlend und lächelte ihrer Freundin glücklich entgegen. Dieses trimagische Turnier war wirklich eine tolle Idee gewesen. Melissa konnte es kaum noch erwarten diese Daisy kennen zu lernen und weitere Bekanntschaften, sowie auch Freundschaften zu schließen.
SPECIAL THANKS TO SABS ♥Goose Aufgaben: ›› Spring während der Auswahl der Champions von deinem Tisch auf und ruf "Wuuuhhh" ›› Du gehst zu James Potter und flirtest einfach mal so ein bisschen mit ihm. |
|  | | Tia Grant

 | Thema: Re: Am Waldrand Fr Feb 10, 2012 7:31 pm | |
| Melissa Allen und TIA GRANT
Er war also kein toller Mensch? Tias Bild von ihm zerbrach wieder in tausend Puzzelteile. Anscheinend falsch zusammen gesetzt waren sie. Schade eigentlich, es wär so die typische Märchenstory gewesen, nur das Joshua ein zukünftige Prinzessin hätte sein müssen, und da er wohl eher nicht weiblich ist, schien das wohl unwahrscheinlich. Die Reaktion von Melissa war etwas schockend für Tia. Darüber lachen - naja, wenn man nicht weiß wie man darüber denken soll.. Warum lachte sie denn darüber, dass ihr Bruder anscheinend eine Art 'Monster' war. Eine Nervensäge hm? Und das war wahrscheinlich noch sehr milde ausgedrückt, so wie es sich anhörte. Manipulativ - autsch. So ein Familienmitglied zu haben ist doch einfach doof. Und das ist ebenfalls noch sehr milde ausgedrückt, dachte Tia. Oh ja, Tia würde aufpassen, wenn sie ihn sehen würde und hoffte, dass würde nie passieren, obwohl sie wirklich interessiert war, ob er wirklich so schlimm war oder nur von Mels so dargestellt wurde, weil sie eifersüchtig war oder sonst irgendetwas, was sich Tia echt nicht vorstellen konnte. Hoffentlich würde ihre Cousine nicht an ihn geraten, aber bei so einem Glück, wie dieses dümmliche Mädchen, das schnell Vertrauen in Menschen fasst, hat, würde sie bereits in diesem Moment mit dem 'manipulativen' Slytherin reden. "Ich werde aufpassen, hab keine Sorge." Tia klang sehr einsehend. Sie war wirklich das schwarze Schaf der Familie... Aber sie war so gutherzig, dass man sie doch einfach mögen musste, vor allem wenn sie die Tochter von einem war. Sie war eine Löwin unter Schlangen, aber wen kümmert das? Tia wollte eigentlich nicht mehr darüber reden. Sie verstand das nicht und konnte Melissa auch nicht helfen oder so. Sie hatte nie das Problem mit irgendwelche Häusern oder so. Sie wusste zwar, wie es ist anders zu sein, aber in der Art, wie Melissa es war, kannte Tia es einfach nicht. Sie wollte das Thema abschließen und sagte freundlich: "Tut mir leid, aber ich versteh diese ganze Häuserkonkurrenz und so einfach nicht. Ich kann da echt nicht mitreden, immerhin weiß ich es nicht, was die ganzen Häuser eigentlich bedeuten und so was..." Ihre Augen strahlten und gleichzeitig waren sie sehr leer und fragend, aber man merkte ihr dennoch an, dass sie in diesem Moment nicht hören wollte, was es mit den Häusern auf sich hatte, obwohl man das nach ihrer Aussage leicht hätte denken können. Anschließend merkte Tia Melissa einmal mehr an, dass jene sie wohl mögen musste, was Tia freute, denn auch sie fand Melissa wirklich besonders. Sie hoffte Daisy mal kennen zu lernen, was wirklich schön war, denn Daisy war ein kennen lernen wirklich Wert. "Hast du vielleicht auch jemanden hier, von dem ich gehört haben muss? Vielleicht eine gute Freundin oder ein anderer Gryffindor? Wow, hier sind bestimmt wirklich tolle Mensche, oder nicht?" Tia musste sich an die Situation zurück erinnern, als sie gefragt hatte, ob Mels irgendjemanden hier besonders mögen würde und jene etwas seltsam reagierte, als wollte sie nicht darüber reden. Nun, da sie anscheinend mehr Vertrauen zueinander gefasst hatten, erhoffte sich Tia eine Antwort, auch wenn sie nur eine Beschreibung ihrer besten Freundin oder so umfassen würde.
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|  | | Melissa Allen

 | Thema: Re: Am Waldrand Fr Feb 17, 2012 12:13 pm | |
| Es war beruhigend zu hören, dass Tia aufpassen würde. Bei Slytherins sollte man sich ohnehin immer in Acht nehmen. Die meisten - oder sehr viele - von ihnen waren hinterhältig und äußerst bissig. Wenn man sie reizte oder sie an einem falschen Tag erwischte, konnte man im Bruchteil einer Sekunde einen Fluch am Hals haben. Im Grunde waren sie alle auch ziemlich launisch und konnten niemanden außer sich selbst leiden. Dafür liebten sie die eigene Person und scheuten sich auch nicht, dies allen zu zeigen. Sie stolzierten durch die Gänge und nahmen jeden aufs Korn, den sie nur finden konnten. Egal, ob er ihnen nichts getan hatte. Man musste sie nur schief anschauen und das galt als schlimmes Verbrechen, für das eine Lehre benötigt wurde. Es war eigentlich lächerlich, wie sie herumliefen, als würde die Schule ihnen gehören und als wären die anderen Schüler ihre Diener, die nichts Besseres verdient hätten. Schon fast traurig, dass solche Menschen existierten. Richtig, in Beauxbatons gab es keine Häuser und somit auch keinen Konkurrenzkampf zwischen eben jenen. Einerseits musste das total angenehm sein, andererseits aber auch ziemlich langweilig. Auf Hogwarts war es immer wieder schön, die Hauswahl mit anzusehen. Jeder Erstklässler war furchtbar nervös, aber das war einfach normal. Aber vor allem war es eine schöne Erinnerung, wenn man daran zurückdachte, wie der eigene Name aufgerufen wurde und man zum Hut hervortrat, welcher einen in eines der Häuser schickte. Melissa dachte zumindest gerne daran zurück. An jedem Jahresanfang, um genau zu sein. Tia hatte scheinbar genug von den Sorgen ihrer Freundin gehört, weshalb die Zeit für einen Themawechsel reif war. Als die Gryffindor dann meinte, sie würde Daisy, die Cousine der Französin, gerne einmal kennenlernen, erkundigte sich ihre Freundin, ob es hier jemanden gab, von dem sie gehört haben sollte. Aus Melissas Sicht zumindest. "Naja hier laufen ja teilweise recht komische Gestalten rum, aber tolle Menschen kann man überall finden, in jedem Haus. Du solltest von Éowyn und Alexandra gehört haben. Die zwei sind sozusagen das Chaosteam hier und beide im Haus der Schlauen, leider im Abschlussjahr. Sie sind ein wenig chaotisch und schräg, aber eigentlich total liebenswert", fing sie dann an zu erzählen und dachte an einige Vorfälle der letzten Jahre zurück. "Außerdem ist Alex jetzt Vertrauensschülerin, was heißt, dass du ruhig mit ihr reden kannst, solltest du irgendwelche Probleme haben. Zum Beispiel mit der Orientierung." Ravenclaw war somit abgehakt. Es gab noch Dorian, aber von dem musste man wirklich nicht gehört haben. Man sollte eher froh sein, wenn man ihm nicht begegnete. Schon seine bloße Anwesenheit war manchmal unerträglich. "Achja, und Amali. Sie ist eine Hufflepuff und ebenfalls Vertrauensschülerin. Außerdem ist sie unheimlich hilfsbereit und wird immer ein offenes Ohr für jeden haben", erzählte sie dann lächelnd weiter. In Gryffindor kannte Melissa schockierender Weise keine Leute, die ihr wirklich nahe standen. Natürlich, da gab es Benjamin, aber mit dem hatte sie noch nie viel zu tun gehabt. Dennoch war er ein ziemlicher Augenschmaus - und das konnte niemand leugnen. Nette Menschen aus Slytherin kannte sowieso niemand, außer den Schlangen selbst. Mit denen wollte man einfach nichts zu tun haben. "Naja, das war's eigentlich auch schon. Ich bin übrigens ebenfalls Vertrauensschülerin", fügte sie dann noch stolz grinsend hinzu. Es war eine Ehre, dieses Amt ausführen zu dürfen, was allerdings nicht hieß, dass man deswegen besser war als die anderen. Es hieß eigentlich nur, dass man verlässlich war und anderen Menschen gerne half. Oder so ähnlich. Allerdings verwunderlich, dass es sogar unter den Schlangen Vertrauensschüler gab. Naja, irgendwer musste es ja werden. Da waren die Auswahlmöglichkeiten vermutlich nicht allzu groß. Aber man konnte ja schließlich nicht alles haben. Die Schule reichte denen für's erste, wie es schien.
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|  | | Tia Grant

 | Thema: Re: Am Waldrand Fr Feb 17, 2012 4:47 pm | |
| Die Gryffindor beantwortete Tia's Frage ziemlich genau, was Tia wirklich freute. Sie hatte keine Ahnung von den Leuten hier und so schien es doch recht hilfreich zu sein, die Leute aus einer Sicht beschrieben zu bekommen, die der Tias doch enorm ähnelte. Komische Gestalten. Wie genau Melissa das meinte würde Tia wohl noch früher oder später herausfinden - hoffentlich erst später. Sie interessierten jetzt eher die Menschen, die Melissa wichtig waren, so wie Daisy für sie selbst. Anscheinend lagen Melissa ziemlich viele Menschen sehr am Herzen. In jeder Ecke fand sich quasi jemand, den sie als erwähnenswert empfand. Beeindruckend. So empfand es Tia. Beeindruckend. Es musste doch ein wunderschönes Gefühl sein, so viele Freunde zu haben. Dieses Glück war Tia leider nicht zu Gute gekommen. Sie hinterlässt bei ziemlich jedem erst einmal einen guten Eindruck, aber Leute, die ihr wirklich nahe stehen, hatte Tia kaum welche. Eigentlich hatte sie nur ihre Mutter und ihre Cousine, denn anderen Leuten gegenüber gibt sie nur selten etwas von sich preis. Es fällt ihr schwer seit dem Tag, der ihr Leben veränderte. Tia ist zwar ein Mensch, der Freunde braucht, aber seit dem kann sie es einfach nicht mehr ertragen, Leute die sie mag anlügen zu müssen, was bei Melissa wieder der Fall war. "Wow, vielleicht ergibt es sich ja mal, dass du mir sie vorstellen kannst." Während Tia ihre Gedanken in Worte gefasst hatte, hatte sie schon überlegt, ob sie zwinkern sollte - sie ließ es lieber bleiben. Vertrauensschülerin also? Wow, das musste doch eine wirkliche Herausforderung, aber auch eine große Ehre sein. Tia würde sich freuen, wenn ihr mal eine solche Aufgabe zu Teil werden würde. Aber es war halt nicht so, und damit fand sie sich ab. Im jetzigen Moment verspürte Tia einen Hauch von Trauer, da sie ihre Cousine schon lange Zeit nicht mehr gesehen hatte und machte sich Sorgen. Daisy geriet immer an die falschen Leute und mit immer meinte Tia auch IMMER. In jeder Situation, in der es nur geht, veranstaltet sie aus versehen irgendeinen Blödsinn, ohne es selbst zu merken. Dafür liebte Tia aber ihre dümmliche Cousine auch. Wahrscheinlich merkte man ihr an, dass sie jetzt hier irgendwie weg wollte, was Tia erneut bedrückte, da sie Melissa nicht das Gefühlt geben wollte, als wäre sie unwichtig, denn das war sie nun wirklich nicht.
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|  | | Melissa Allen

 | Thema: Re: Am Waldrand Sa Feb 18, 2012 10:10 pm | |
| Es freute die Gryffindor unheimlich, dass sie diesmal scheinbar den richtigen Eindruck der genannten Personen vermittelt hatte. Allerdings war jede von ihnen so einzigartig und toll, dass man es nicht einmal schaffen würde, sie negativ oder gar falsch darzustellen. Nur mit viel Mühe. Noch dazu müsste man eine ziemliche Abneigung gegen sie hegen, allerdings war es irgendwie undenkbar, dass man etwas gegen die immerzu freundliche Amali haben könnte. Gut, die Slytherin hatten gegen jeden einzelnen, der besser war als sie, etwas, aber von denen war nicht die Rede. Ob sich tatsächlich einmal die Möglichkeit ergeben würde, dass sie Tia wenigstens eine dieser Personen vorstellen konnte, das wusste sie nicht, hoffte es aber dennoch. Und sonst würde sie bestimmt alleine an sie geraten, denn an Vertrauensschülern kam man bekanntlich nicht vorbei. Éowyn wäre demnach die Einzige, an die man nicht geraten würde, allerdings stimmte das wiederum nicht, da diese meist mit Alexandra anzutreffen war. Ja, das Chaosteam von Hogwarts. Die beiden waren wirklich etwas Besonderes und eindeutig Stimmungskanonen. Melissa liebte jede einzige Begegnung mit ihnen, weil sie einfach immer wieder etwas Neues auf Lager hatten. Es war fast schade, dass sie mit der Irin, Éowyn, viel mehr zu tun hatte, als mit Alex. Aber immerhin eine von beiden - und Eo war wirklich eine unentbehrliche Freundin. Doch vor allem war sie eine wahre Freundin und immer ehrlich. Ja, sie war richtig bewundernswert. "Ich hoffe es, aber falls nicht, dann werden sie dir bestimmt irgendwann man begegnen und dich vielleicht auch ansprechen", meinte sie lächeln. Ja, die Ravenclaws sprachen eigentlich jeden Schüler an, der sympathisch wirkte und interessant wirkte. Zumindest, wenn sie Lust darauf hatten, was im Durchschnitt recht oft vorkam. Irgendetwas an dieser Atmosphäre war eigenartig, wie Melissa bemerkte. Allerdings dauerte noch eine kleine Weile, bis sie letztendlich herausfand, was es war. Immerhin suchte sie nicht immer zuerst an ihrem Gesprächspartner, beziehungsweise ihrer Gesprächspartnerin. Es wirkte auf irgendeine Weise so, als würde sie weg wollen. Weg von hier oder weg von der Gryffindor, das konnte sie nicht sagen, allerdings hoffte sie stur, dass Ersteres der Fall war. "Falls du irgendwo anders hin willst, kannst du das gerne tun. Und du musst mich nicht einmal mitnehmen, wenn du das nicht willst", erklärte sie freundlich und schenkte ihrer Freundin ein Lächeln. "Du siehst nämlich irgendwie aus, als würdest du weg wollen", ergänzte sie dann noch ein wenig nachdenklich. Sie selbst mochte den Wald - naja, zumindest den Rand des Waldes. Über das Innere konnte sie nichts sagen, da sie bisher eigentlich zu feige gewesen war, als dass sie sich hinein gewagt hätte. Vermutlich war sie die Einzige, die so eine bescheuerte Begründung dafür hatte, dass sie dort noch nie drin war. Allerdings schien es ihr wirklich gruselig, dass man dort allem möglichen begegnen konnte - von Werwölfen bis hin zu Vampiren oder riesigen Spinnen. Das war in der Tat ein wenig furchteinflößend. Sie war sich noch nicht einmal sicher, ob sie jemals einen Fuß in den Wald wagen würde, aber zurzeit sah es irgendwie nicht danach aus. Allerdings hatte sie ja noch zwei lange Schuljahre vor sich - und natürlich dieses auch noch. So gesehen also sogar noch drei. Und drei Jahre, das war wirklich eine lange Zeit.
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|  | | Tia Grant

 | Thema: Re: Am Waldrand So Feb 19, 2012 7:12 pm | |
| Das diese so nett beschreibenen Freunde von Mels Tia ansprechen würden, bezweifelte sie. Das sie das Vergnügen - nein, die Ehre hatte, Melissa kennen zu lernen, war sowieso schon ein Wunder. Sie kommentierte das einfach nicht mehr. Tia will Menschen kennen lernen, sie fürhlt sich im 'Rudel' wohl, aber sie kann es einfach nicht mehr. Sie will das auch nicht mehr, da die Angst in ihr, ihren Freunden weh zu tun, viel zu groß ist. Trotzdem versucht sie, geknüpfte Kontakte gut zu pflegen, wie auch zukünftig mit Melissa. Tia glaubte jedoch, dass Melissa sie wohl mochte, abersie nie brauchen würde.Sie hatte diese wundervollen Freunde, von denen sie nahezu schwärmte und sie anscheinend liebte wie ihre eigene Familie. Das war doch wirklich schln und Tia respektierte das, aber ihr wurde schmerzlich bewusst, dass Melissa leide wahrscheinlich nur eine Person in ihrem Leben bleiben wird, die sie sehr bewundert hat, aber auch eine, die Tia nicht das Gefühl geben würde, gebraucht zu werden. Melissa hatte ihre tollen Freundinnen, die auch noch auf der Hogwarts Akademie waren und nicht wie Tia etliche Meilen entfernt lebten. Tia hoffte es zwar nicht, aber ihr schien es wahrscheinlich - leider. Es machte sie irgendwie traurig, aber sie ließ sich nichts anmerken, immerhin hatte sie solche Situationen schon oft erlebt, auch wenn die Personen, die sie sonst so kennen gelernt hatte, ihr nicht so ähnlich waren. Melissa bemerkte wirklich, dass die Atmosphäre sich veränderte. Sie fragte sogar nach, was Tia sichtilich unangenehm war. "Ja, ich vermisse meine Cousine sehr." Sie schaute Melissa kurz in die Augen und danach direkt auf den Boden. "Sie macht immer irgenswelche Dummheiten und trifft immer die falschen Leute." Sie schaute Melissa wieder an, jedoch nicht direkt in die Augen. "Vielleicht redet sie ja in diesem Augenblick schon mit deinem Bruder oder so!" Tia lachte laut auf, obwohl ihr bewusst war, dass dies gar nicht so unwahrscheinlich war. Tia wurde schließlich wieder etwas ernster, dementsprechend wieder relativ normal. "Ich habe immer sehr Sorge um sie, sie vertraut einfach den Menschen viel zu schnell. Daisy kennt kein Misstrauen und keine Vorsicht." Schließlich starrte Tia wieder den Boden an. "Vielleicht sollte ich besser gehen, aber ich würde mich freuen, wenn wir uns bald wieder sehen würden!" Tia lächelte Melissa freundlich an. Ihre Augen strahlten und ihr Grinsen war breit.
@Steph: Wollen wir mit Melissa und Benjamin weiterschreiben..? Ich finde es wirklich nötig, dass die beiden sich besser kennen lernen ;D |
|  | | Melissa Allen

 | Thema: Re: Am Waldrand So Feb 19, 2012 11:46 pm | |
| Irgendwie hätte sie im ersten Versuch erraten, dass Tia ihre Cousine vermisste. Wobei das vermutlich jeder hätte, der ein wenig mit der Französin gesprochen hatte. Dennoch fiel es Melissa irgendwie schwer, zu glauben, dass ihre Freundin wirklich nur ihrer Cousine Daisy nahe stand. Immerhin war sie ein wunderbarer Mensch und äußerst freundlich. Dazu erschien sie noch vertrauenswürdig zu sein und solche Menschen waren doch eigentlich überall beliebt, oder? Aber vielleicht lief das in Frankreich anders, als in England. Ja, die Engländer waren im Ganzen recht speziell und vermutlich entschieden sie sich sogar in diesem Punkt von den anderen. Die Gryffindor war allerdings froh, hier aufgewachsen zu sein und nicht irgendwo anders. Zumal sie Hogwarts liebte. Vor allem die Sache mit den Häusern war toll, aber das war natürlich nicht das Einzige. Nein, man konnte noch so viel mehr erleben und es wurde eigentlich nie langweilig, wenn man offen für Neues war, was leider nicht jeder war. Sie jedoch schon und dies war vermutlich auch der Grund, warum ihr jedes Jahr auf Hogwarts unendlich viel Spaß machte. Sie lernte zudem noch neue Schüler kennen und gerade in diesem Jahr, mit dem trimagische Turnier, würde es unheimlich spannend werden. Zwar würde sie selbst sich dort nicht anmelden, da ihr das zu gefährlich war und sie vermutlich zu schwache Nerven dazu hatte, aber es würden sich bestimmt viele andere finden. Vielleicht warteten die Schüler aus Beauxbatons und Durmstrang jetzt schon sehnsüchtig darauf, sich dort endlich anmelden zu können. Naja, vorstellbar wäre es zumindest. Es war wirklich bedenklich, dass sogar Tia sagte, ihre Cousine mache immer nur Dummheiten und geriete immerzu an die falschen Leute. Dass sie in diesem Moment vielleicht sogar mit Joshua sprach, darüber konnte Melissa im Gegensatz zu ihrer Freundin nicht lachen. Sie wusste, dass er ein Talent hatte, solche Personen anzuziehen und es war eigentlich recht realistisch, dass Daisy in diesem Moment mit ihm sprach. Und vermutlich würde er nicht sein Ego heraushängen lassen, nein, er würde den Netten spielen, weil er Spaß daran hatte und sich so noch besser über die Leute amüsieren konnte. Sie bemühte sich und brachte ein mattes Lächeln zustande, aber mehr auch nicht. Es war nahezu erschreckend, was für ein schlechter Mensch war. Es war daher nicht gerade verwunderlich, dass er mit dem größten Arsch aus Ravenclaw gut befreundet war. Die beiden ähnelten sich teilweise immerhin so sehr, dass man sie für verwandt halten könnte. Hingegen könnte man niemals in Betracht ziehen, dass ausgrechnet Melissa mit ihm verwandt war. Beinahe wollte sie das auch gar nicht mehr. Dennoch war er eigentlich gar kein so schlechter Bruder, wenn man bedachte, dass er immerzu Acht auf sie gab, auch wenn er dabei nicht gerade viel Zuneigung zeigte. Er war es eben gewöhnt, seine Gefühle wegzusperren, wie sie des Öfteren feststellen musste. Es war gar nicht auszumalen, was er Daisy so vorspielen könnte. Tia hatte sich scheinbar von dem Lachen erholt und sagte etwas noch Beunruhigenderes. Die andere Schülerin aus Beauxbatons kannte kein Misstrauen und auch keine Vorsicht. Entweder sie würde dies auf Hogwarts lernen, oder sie würde den Slytherins schutzlos ausgeliefert sein. Wobei.. So viele Fieslinge, wie hier herumliefen, da musste einen doch die Vernunft packen. Melissa hoffte zumindest, dass die Cousine ihrer Freundin es nicht durch Gewalt lernen musste - und wenn es nur psychische Gewalt war, das reichte auch schon. Und dann meinte Tia, dass sie besser gehen sollte, was die Gryffindor irgendwie traurig machte. Allerdings setzte sie ein verständnisvolles Lächeln auf und nickte. "Das würde mich auch freuen", meinte sie weiterhin lächelnd. Sie wandte ihren Blick in Richtung Schloss und sah danach wieder die Französin an. "Zum Schloss findest du vermutlich alleine. Solltest du dann den Weg nicht finden, frag einfach einen Schüler oder zur Not die Personen in den Gemälden", fügte sie dann hinzu und schenkte ihrer Freundin ein letztes Lächeln. Sie selbst würde wohl weiterhin den Waldrand entlang spazieren und die Natur genießen. Immerhin war es noch nicht zu kalt, um die ganze Zeit im Schloss zu hocken. Diese Zeit musste man doch ausnutzen. Zumindest empfand sie dies so.
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|  | | Benjamin Queen

 | Thema: Re: Am Waldrand Mo Feb 20, 2012 10:26 pm | |
| BENJAMIN QUEEN & Melissa Allen
Benjamin war nach dem wirklich nicht gerade angenehmen Gespräch mit Aprilynne Graham sichtlich genervt. Dieses Mädchen hatte ihn wirklich an seine Grenzen getrieben. So höflich und geduldig er auch normalerweise war, diesmal konnte er nicht anders als seine Manieren zu vergessen und das Gespräch vorzeitig abzubrechen und zu verschwinden. Es war ja beinahe unheimlich, wie sie über die Blautöne seiner Augen sprach, von denen der doch so gebildete Benjamin noch nie gehört hatte. Und dann dieser Kürbissaft... Naja, wer es mag. Benjamin wollte lieber nicht das Risiko eingehen sich am Mittag von dem Ekel übergeben zu müssen und hatte freundlich abgelehnt. Naja, Vorurteile gegenüber der Ravenclaw hatte Ben eh schon gehabt. Wie die sich immer aufstylen musste als würde sie keine 'natürliche Schönheit' kennen. Schrecklich. Das war etwas, was Benjamin wirklich nicht mochte. Früh hatte Benjamin sowieso keine Lust mehr gehabt sich mit der Zufallsbegegnung weiterhin zu unterhalten, ließ es aber lange mit einem freundlichen Lächeln über sich ergehen. Irgendwann war dann aber auch genug des Guten - jetzt musste er erst einmal Dampf ablassen. Und wie ging das für ihn am Besten? - Natürlich mit etwas Sport. Draußen. Es zog Benjamin wie immer in Richtung des Verbotenem Waldes. Als er dort war atmete er zunächst tief durch. Drei Mal. Es war beinahe wie ein Ritual und es tat ihm gut, die kalte Luft in sich zu spüren, warum auch immer. Er musste jetzt Laufen. Ein kleiner Sprint würde genügen. Er rannte. Seine Beine brachten Höchstleistung. Er war schneller als die Meisten, nur wenige konnten mit ihm mithalten. Er rannte. Er wurde immer schneller und schneller. Irgendwann brach er abrupt ab, so dass er ein starkes ziehen im Oberschenkel verspürte - vielleicht eine Zerrung? Ach, das war Benjamin egal. Die Schmerzen würden spätestens morgen eh wieder weg sein, also warum sie beachten. Eine kleine Zerrung lässt sich verkraften. Warum er angehalten hatte? Wahrscheinlich weil er in diesem Moment Leute sah. Er begann langsam weiter zu gehen. Er sah sich um. Eine ihm unbekannte Schülerin bewegte sich zurück in Richtung Schloss. Es musste wohl eine Französin sein. Eine andere schaute ihr lächelnd nach. Sie kam Benjamin bekannt vor. Natürlich, sie war eine Gryffindor. Benjamin dachte nach. Warum fiel ihm nur der Name nicht ein? Er musste sie Zuordnen. Ach ja, das war doch die Schwester von dem Allen. Wie Benjamin diesen Typen nur hasste. Vielleicht waren die beiden sich sogar relativ ähnlich und doch so Grundverschieden. Ben war einer der Guten, was man von Joshua wirklich nicht sagen konnte. Oh wie gern Benjamin diesen Typen nur in Stücke reißen und seine Reste verbrennen würde, aber natürlich nur indirekt. Er hasste ihn einfach und wahrscheinlich beruhte dies auf Gegenseitigkeit. Ben war sich nicht sicher, welchen Charakter Melissa so hatte, jedoch war ihm bewusst, dass sie niemals so schlimm sein konnte wie ihr verkümmerter Bruder, immerhin gehörte sie zu den Löwen. Ob sie ihn wohl kannte. Er näherte sich ihr. Er war größer als sie und hatte demnach größere Schritte und war schneller. Sie blickte nicht nur geradeaus, sondern sah noch kurz nach der Französin, so dass Ben ihr Gesicht sah. Ach ja, da war das Bild von ihr wieder. Natürlich, Melissa Allen. Benjamin hatte noch nicht viel mit ihr zu tun gehabt, aber sie schien wirklich nett zu sein. Mit Gryffindors hatte sie jedoch weniger zu tun als mit ihren Freundinnen aus Ravenclaw. Naja von Mädchen aus Ravenclaw hatte er nach dem Gespräch mit April für heute die Schnauze voll, aber einem Gespräch mit Melissa Allen war er alles andere als abgeneigt. Außerdem schien sie sehr allein und beinahe gelangweilt. Was macht denn auch eine junge Frau allein draußen am Verbotenen Wald? Naja, sie war alt genug um zu wissen was sie tut, dachte sich Benjamin. Aber ob sie ein Gespräch mit ihm wollte? Vielleicht hatte sie ja auch gar keine Zeit, aber das schien eher unwahrscheinlich, außerdem könnte sie es ihm ja auch einfach sagen. Benjamin war nach etwas Abwechslung zu Mute nach dem gescheitertem Gespräch zuvor. Melissa würde bestimmt ein besserer Gesprächspartner für ihn sein, besonders weil Benjamin neugierig war, wie es um die Schwester des so Verhasstem Slysterin steht. Hoffentlich war sie wirklich nicht wie dieser Typ. Benjamin ging noch ein bisschen schneller, so dass er mit ca. einer Schrittlänge schräg hinter Melissa Allen lief und sie schließlich ansprach: "Entschuldige, du bist Melissa Allen, richtig?" Benjamin sprach mit seiner warmen, tiefen Stimme und besaß ein leichtes Lächeln, so dass er freundlich wirkte, aber doch irgendwie geheimnisvoll, wie immer. Das konnte man nicht abstellen. Niemand konnte je in Benjamin hineingucken. Niemand sah, was er fühlte, wie es ihm ging. Er war so, schon immer. Viele Mädchen fanden das toll an ihm, was ihn wirklich nervt, aber was soll man machen. "Verzeihe bitte die Störung." Fügte Benjamin schließlich höflich hinzu. Er fragte sich, ob das Mädchen, die einen Jahrgang unter ihm war, ihn überhaupt kannte...
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|  | | Melissa Allen

 | Thema: Re: Am Waldrand Sa Feb 25, 2012 12:58 pm | |
| Es würde noch eine Weile dauern, bis Melissa ihren Blick von der zum Schloss zurückkehrenden Tia abwenden könnte, wie sie wusste. Also versuchte sie erst gar nicht, sich von diesem Anblick zu trennen und sah dem Mädchen nach, wobei sie inständig hoffte, dass sie den Weg ins und auch durch das Schloss fand. Aber das würde schon funktionieren. Immerhin würden zur Not bestimmt die Gemälde helfen und sonst auch Schüler, solange sie nicht die übliche Sorte von arroganten Schweinen waren. Wobei man die oft schon auf den ersten Blick erkannte. Zum Glück. Sonst würde man am Ende noch öfter in die Klemme geraten, als ohnehin schon. Es war ja immerhin schon fast ein Kapitalverbrechen, wenn man ihnen einen schiefen Blick schenkte. Naja, zumindest war es genug Grund um dafür angemotzt und angepöbelt zu werden. Für jemanden wie sie selbst war das nicht wirklich ein Problem, zumal sie es wagte, zu behaupten, dass sie sich verbal verteidigen konnte. Jedoch andere, wie schüchterne Leute, die hatten da doch wenig Chance und mussten sich beinahe alles gefallen lassen. Leider kam Melissa ein wenig vor, dass Tia auch eine recht schüchterne Persönlichkeit hatte. Dennoch war sie davon überzeugt, dass alles gut gehen und sie sicher im Schloss und an ihrem Ziel ankommen würde. Die Französin verschwand allmählich aus ihrem Blickfeld und irgendwer sprach die Gryffindor unerwarteter Weise von der Seite an, woraufhin sie leicht zusammenzuckte. Sie wandte sich zu der Person, die sie schnell als Benjamin Queen identifizieren konnte. Benjamin Queen. Ohne recht zu wissen, was sie tat, starrte sie ihn schockiert und überrascht an. Oh Gott, der Kerl kannte ihren Namen. Er kannte ihren Namen. Und das, obwohl sie doch so ein unscheinbares, blödes Ding war. Er hatte Besseres verdient, er sollte nicht mit ihr sprechen. Was machte er überhaupt hier? Einen Augenblick später realisierte sie die Situation erneut und räusperte sich, während sie ihren Blick von seinem außerordentlich hübschen Gesicht abwandte. "J-ja, das bin ich", beantwortete sie dann seine Frage. Mit ihrem Nachnamen angesprochen zu werden, das löste immerzu schlechte Vorahnungen aus, da sie an dieser Schule - leider - nicht die einzige aus dieser Familie war. Nein, den Allens war ein Ruf voraus, der leider nicht sehr positiv war. Ihr Bruder musste sich wirklich komplett daneben benommen haben, wenn man sich die Reaktionen der Leute ansah, wenn sie sich als Melissa Allen vorstellte. Und sobald sie das Mädchen näher kannten, fragten sie ungläubig nach, ob sie denn wirklich mit dem Slytherin verwandt war. Diese Frage durfte sie deprimierender Weise immer wieder mit einem 'Ja' beantworten. Der andere Gryffindor entschuldigte sich für die Störung, worauf Melissa nur lächelte. Es war das erste Mal, dass er sich dazu herabließ, mit ihr zu sprechen. Es war wirklich ein Wunder, dass er da auch noch ihren Namen kannte. Wobei er ja - es war fast gar nicht zu vermeiden, dass man davon wusste - ziemliche Abneigungen gegen ihren Bruder hatte. Und noch schwerer, dies nicht zu wissen, war es, wenn man die kleine Schwester des Slytherins war. In dieser 'Position' ließ es sich wirklich nicht vermeiden, dass man irgendein Wortgefecht mitbekam, das in der Nähe des Gryffindortisches stattfand, weil er ihr wieder irgendetwas mitteilen musste, das sie nicht einmal hören wollte. Aber gut, wenn er meinte. "Und du bist Benjamin Queen, richtig?", fragte sie unsicher. Sie wusste genau, wer er war, allerdings war es ihr zu peinlich, dies einfach so zuzugeben. Immerhin hatte sie schon seit einiger Zeit ein Auge auf den Sechstklässler geworfen. Naja, zurecht, denn er war wirklich ein attraktiver, junger Mann. Zudem war er anscheinend auch noch nett, was sie allerdings nur aus Beobachtungen oder Erzählungen mitbekommen hatte. Auf jeden Fall fühlte sie sich unglaublich geehrt, mit ihm sprechen zu dürfen. Vielleicht war dies auch der Grund für die leichte Röte, die ihr langsam ins Gesicht stieg.
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|  | | Benjamin Queen

 | Thema: Re: Am Waldrand Mo Feb 27, 2012 7:07 am | |
| Ben wunderte sich wirklich nicht, als die Gryffindor seine Frage bejahte. Sein Gedächtnis hatte ihn erneut nicht getäuscht, wann auch je zuvor? Melissa Allen also, die Schwester von diesem widerwärtigen Typen, der sich 'Joshua' nannte. Wie konnte man mit dem nur verwandt sein und doch so nett wirken? Denn das tat Melissa. Sie wirkte beinahe schüchtern und zerbrechlich im Gegensatz zu ihrem überheblichen, missratenen Bruder. Sie stotterte und sah Benjamin nicht an. Er wunderte sich, denn Benjamin konnte sich nicht vorstellen, dass Melissa wirklich so schüchtern war, wie sie jetzt wirkte. Sie sah stark aus. Doch durch diese Eigenschaft, die sie gerade besaß, dass sie so schutzbedürftig schien, konnte Benjamin sich einfach nicht von ihr abwenden. Dieses Gespräch würde wohl viel angenehmer werden als das heute morgen mit der Ravenclaw. "Ist es für dich in Ordnung, wenn ich dich Melissa nenne? Nachnamen werden überbewertet." Ja, damit wollte Benjamin auf Melissas seltsame Familie ansprechen, denn nur weil sie den gleichen Nachnamen trägt, ist sie nicht gleich so wie ihr Bruder oder sonstwer. Nachnamen sagen gar nichts über die Persönlichkeit aus. Benjamin wollte sicher gehen, dass Melissa wusste, dass er so dachte, denn er merkte ihr an, dass sie bedrückt war. Anscheinend war Benjamins erste Vermutung, dass es am Nachnamen lag, richtig. Benjamin mochte dieses Mädchen, was vor ihm stand. Melissa schien ein Kennenlernen wirklich Wert zu sein. Als Melissa fragte, ob er Benjamin Queen sei, antwortete dieser: "Ja, der bin ich, wenn du willst, kannst du mich mit 'Ben' ansprechen. Ist kürzer." Zum ersten mal seid dem Beginn des Gesprächs legte Benjamin seine unterkühlte Weise ab und fing an zu lächeln. Er wusste nicht, was es war, aber diese Unterhaltung war etwas ganz anderes, so besonders. Sonst kam es oft vor, dass er aus jenen einfach nur weg wollte und das Gelaber so lange über sich ergehen ließ, bis dem anderen nicht mehr einfiel. Es war alles anders. Er wollte nicht weg. Er hörte genau zu, so dass er beinahe jeden Windstoß, der durch eine leichte Bewegung ausgelöst wurde, hörte. Er wollte alles über sie wissen, aber auch selber tausend Dinge auf einmal sagen. Er wollte einfach, dass sie weiß, wer er ist, denn seltsamer Weise schien sie die einzige der Schule zu sein, die noch nicht mal seinen Namen richtig zuordnen konnte. Irgendwie schon traurig, aber dann war sie zumindest jemand ohne Vorurteile gegen ihn. Benjamin fiel keine interessante Frage ein, aber er musste ja etwas Fragen, er hatte das Gespräch begonnen. Aber wenn er nach ihrem Posten fragen würde, hörte es sich an wie ein Interview und das war doch albern. Also das übliche: die Schule. "5. Jahr, richtig?" Man, eine ganz schön alte Leier, aber um in ein Gespräch zu kommen funktionierte sie doch immer wieder.
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|  | | Melissa Allen

 | Thema: Re: Am Waldrand Sa März 03, 2012 2:08 pm | |
| Und dann sagt er etwas, das ihr nur wieder verriet, dass die Leute Melissa nicht nach ihrer Verwandtschaft beurteilen wollten. Sie konnte zwar nicht leugnen, dass diese ein wenig eigen war, aber dennoch war es ihre Familie, die sie liebte. Selbst ihr Bruder, den hier auf Hogwarts anscheinend alle hassten. Nun, es kam ihr zumindest so vor. Allerdings hatte Benjamin recht - Nachnamen wurden überbewertet. Nur begriff das die Gesellschaft irgendwie nicht. Denn sobald man der Sohn oder die Tochter irgendeiner wichtigen Persönlichkeit war, wurde man schon nicht mehr in Ruhe gelassen. Sie raubten einem die letzte Privatsphäre, egal, ob es eigentlich ein Tabu war oder nicht. "Nenn mich doch gleich Mels, Melissa ist so lang", meinte sie dann lächelnd. Dass sie ihn womöglich erwürgen würde, sollte er sie Melli nennen, das verschwieg sie ihm einfach. Im Extremfall würde er dies ja selbst herausfinden. Zumindest bei mehreren Verstößen gegen diese Regel. Das erste Mal kassierte man ja nur einen hasserfüllten Blick, allerdings reichte das auch schon. Er bestätigte ihr, dass er Benjamin Queen war, allerdings versuchte sie immer noch so zu tun, als würde sie ihn überhaupt nicht kennen. Nur eben seinen Namen, aber das bedeutete ja nichts. Der Gryffindor meinte, sie könne ihn mit Ben ansprechen, da dies kürzer war, was ihr wiederum ein leichtes Lächeln auf die Lippen zauberte. Ihre Mundwinkel gingen nur noch weiter nach oben, als sie bemerkte, dass er ebenfalls lächelte. Danach folgte ein Moment der Stille. Es war eine bedrückende Stille, wie Melissa fand. Eine peinliche Stille. Automatisch richtete sie ihren Blick zum Boden, wo sie das grüne Gras unter ihren Füßen musterte. Man merkte, dass es Spätsommer war und der Herbst langsam in das Land zog. Die Wärme würde mit der Zeit verblassen und schließlich würde sich Schnee über die Ländereien legen und die Oberfläche des Sees würde von Eis bedeckt sein. Ihr Gegenüber erhob wieder die Stimme, riss sie aus ihren unwichtigen Gedanken und ihr Blick wanderte nach oben, wo er an Benjamins Gesicht hängen blieb. Ja, er war einfach traumhaft. Kurze Zeit später realisierte sie, dass sie ihn gerade angestarrt hatte und spürte, wie ihr die Röte ins Gesicht kroch. Peinlich berührt wandte sie ihren Blick wieder ab, musterte den Boden erneut. "Ja, schon wieder richtig", antwortete sie leise. Es musste bescheuert aussehen, wenn sie die ganze Zeit auf den Boden starrte. Also wandte sie sich dem Himmel zu, der beinahe wolkenlos war. "Und in welche Klasse gehst du?", stellte sie in fast schon verträumten Tonfall die Gegenfrage, obwohl sie genau wusste, dass er im sechsten Jahrgang war. Ja, sie wusste eindeutig zu viel über den jungen Herrn, der ihr nun gegenüber stand. Immer noch versuchte sie seinem Blick auszuweichen und beobachtete die Wolken weiterhin, wie sie da langsam über den Himmel zogen. "Heute ist ein wunderschöner Tag", meinte sie dann, als ihr ein leichter Windstoß das Haar verwehte. Ihre langen Haarsträhnen segelten geradezu durch die Luft und die leichte Brise war blies ihr angenehm kühl ins Gesicht. Sie schloss kurz die Augen, öffnete sie kurz darauf wieder und wandte ihren Blick nun endlich wieder zu dem anderen Gryffindor, wobei sie versuchte, ihn nicht wieder anzustarren. Allerdings war dies leichter gesagt, als getan.
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