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Joshua Allen

 | Thema: Verhängnissvolle Affäre So Aug 07, 2011 10:54 pm | |
| das Eingangsposting lautete :Er war noch nicht lange Zuhause und schon schlug das Wetter um. So konnte er nicht einmal in den Garten flüchten, wenn es darauf an kam. Seine Mutter war auf Geschäftsreise, Melissa war auch aus dem Haus. Tolle Aussichten auf eine erholsame Zeit also. Er saß in seinem mehr als nur geräumigen Zimmer und starrte aus dem Fenster, die dunklen Wolken beobachtend. Sie zogen vorbei, doch sie deuteten auf Gewitter hin. Seine Ahnung bewahrheitete sich, als kurz darauf ein leiser Donner zu hören war. Er war zuvor schon stundenlang auf seinem Bett gelegen und hatte absolut nichts zu tun. Es sah nicht wirklich so aus, als würde sich das ändern. Der Junge seufzte und erhob sich wieder von seinem Stuhl. Er wickelte sich aus Langeweile einen Schal um den Hals und streckte sich danach. Was für ein durchaus langweiliger Tag. Wenigstens hatte er seinen Vater heute noch nicht ertragen müssen. Allerdings würde sich das wohl auch bald ändern. Sein Blick fiel auf seine Zigaretten. Die einzige Möglichkeit ein wenig Beschäftigung zu finden - dem Anschein nach zumindest. Er griff nach der Packung und fischte sich eine der Stangen heraus, die er danach gleich sanft auf seine Lippen legte, wo sie schließlich auch blieb. Mittlerweile war er schon irrsinnig geübt darin und so würde es niemals vorkommen, dass der Filter nur unter dem kleinsten Druck leiden müsste. Er verließ sein Zimmer und schloss hinter sich die Tür wieder. Seinen Blick auf den Boden gerichtet bewegte er sich in Richtung Haupttreppe, als quietschende Türangeln seine Aufmerksamkeit erregten. War wohl nur sein Vater - wer sonst. Sein Blick schweifte zur gegenüberliegenden Tür, die noch einige Meter entfernt war, und der Eingang in Rogers Schlafzimmer war. Eine Frau trat aus dem Zimmer. Der Blick des Jungen war nur zu Recht überrascht und musterte besagte Person sogleich. Es war nicht schwer zu erraten, was sie in diesem Zimmer gemacht hatte, doch durch diese Vorstellung bekam Joshua ein mulmiges Gefühl. Er hätte es seinem werten Vater auf jeden Fall nicht zugetraut. Die Frau hieß Belladonna Avvoltoio und gehörte, ebenfalls wie Roger, zu den Todessern. Seine Mundwinkel gingen frech nach oben und er nahm die Zigarette aus seinem Mund. Das konnte doch nicht wahr sein. "Belladonna, du ungezogenes Mädchen", meinte er spöttisch. Ihm war klar, dass er sich auf dünnem Eis bewegte, doch er scherte sich nicht wirklich darum. Sein freches Lächeln verschwand und er sprach weiter: "Aber Roger? Also das ist nun wirklich wirderwärtig." Er wandte seinen Blick von ihr ab und seufzte. "Und ich dachte noch, du hast Niveau." Dann warf er ihr noch einen verspottenden Blick zu. Es war bedauerlich, dass Belladonna eine Affäre mit seinem Vater hatte. Wirklich bedauerlich.
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Joshua Allen
 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Sa Aug 20, 2011 1:28 am | |
| "Du bist deinem Vater recht ähnlich", hallte es in seinem Kopf wieder. Immer und immer wieder. Was für eine Lüge. Nichts an ihm war wie Roger. Vielleicht sein Nachname, aber das war es dann auch schon wieder. Wie konnte es dieses wertlose Miststück nur wagen, derartiges zu sagen? Schon dies zu denken war ein Vergehen. In ihm zog sich alles zusammen und die Wut kam langsam auf. Nichts. Niemals. Nein. Es war eine Lüge. Eine dreckige Lüge. Nichts weiter. Er wusste, dass es nicht stimmte und doch ... machte es ihm etwas aus. "Lügnerin", flüsterte er vor sich hin. Sie hatte unrecht. Belladonna hatte unrecht - und er wusste es. Er wusste es und konnte trotzdem nichts dagegen unternehmen. Er war machtlos. Wie schon immer. Joshua atmete tief durch und schloss kurz die Augen. Er musste sich beruhigen, durfte der Wut nicht die Macht überlassen. Sonst war es aus. Aus für Belladonna. Aus für ihn. Diesen Gefallen würde er seinem Vater nicht tun. Niemals. Es würde nicht passieren. Nicht solange er sich selbst unter Kontrolle hatte - und das hatte er. Hatte er immer und hatte er auch schon immer gehabt. Diese Frau war erbärmlich. Sie nutzte es aus, dass er es nicht ertrug mit seinem Vater verglichen zu werden. Und dabei wusste sie nichts. Sie hatte keine Ahnung wie oder wer dieser Mann wirklich war. Roger Allen. Unfassbar, wie dumm Belladonna war. Und doch hatte sie es so weit gebracht. Zu weit, für Joshuas Geschmack. Viel zu weit. Und sie ging weiter und weiter - immer weiter. Sie würde ihn zur Weißglut bringen, wenn er ihr nur die Gelegenheit gäbe. Sollte sie sich doch alleine umsehen. Er könnte sie ohnehin nicht davon abhalten in irgendeinen Raum, der interessant wirkte, hineinzuplatzen. Und wenn er sagen würde, sie dürfe nicht hinein, dann war das Zimmer doch sofort interessant. Sinnlos also das Ganze. Sollte sie alleine herum streifen, sich bestenfalls verlaufen und dann kläglich verhungern. Oder sie vergiftet sich aus Verzweiflung selbst und stirbt an einem derartig erbärmlichen Tod, wie sie ihn verdient hätte. Obwohl ... sogar das lag über ihrem Niveau. Sie begab sich an das obere Ende der Treppe und schon bald darauf nahm sie wieder seinen Namen in den Mund. Etwas so unselbstständiges wie sie gab es wirklich kein zweites Mal. Nicht einmal Melissa war schlimmer als diese Frau. Schrecklich. "Können ja. Doch das heißt nicht, dass ich es tun werde. Nenn' mir doch Gründe, warum ich das tun sollte, Liebste." Auch wenn sie in sein 'Reich' eindrang, würde es ihm egal sein. Es war auch nur ein Aufenthaltsort. Nein, es war mehr ein Gefängnis. Natürlich mir unsichtbaren Gittern. Aber sie würde sich in diesem Haus schon alleine zurecht finden, das war ihm sicher. Es war nicht wirklich nötig sie zu bespitzeln, nur weil Roger ihr nicht vertraute. War immerhin sein Pech und nicht das, seines Sohnes.
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|  | | Belladonna Avvoltoio Poison Heart

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Mi Aug 24, 2011 4:44 pm | |
| Unzufriedenheit machte sich in Belladonna breit. Es war nun einmal nicht besonders spannend, durch ein Haus zu streifen, dass nicht leer war, ohne die Anwesenden zu verärgern. Im Gegenteil. Es war langweilig. Sie verzog verärgert das Gesicht, aufs Geratewohl eine der Türen öffnend. Ein Arbeitszimmer? Bis auf die Dokumente, die sich womöglich in Ordnern verbargen – die sie zugegebenermaßen nicht sehen konnte – ebenso langweilig. Joshua murmelte unten irgendetwas, das sie nicht verstehen konnte, aber eigentlich interessierte es sie auch nicht genug, um nachzufragen. Stattdessen legte sie den Kopf schief, zückte ihren Zauberstab und ließ ihn durch die Luft peitschen. Flammen tanzten aus seiner Spitze und Belladonna betrachtete, wie die Funken durch die Luft wirbelten. Sie hatten die Macht, zu zerstören, aber ihrerseits hatte Belladonna die Macht, sie aufzuhalten. Ihr Befehl. Nur ihrer. Sie lächelte selig. Die Wärme berührte sanft ihr Gesicht, und die Hexe wusste, dass sie niemals von ihr aufgezehrt werden würde. Niemals. Denn sie war die Gebieterin. Übermütig lachte sie, drehte sich im Kreis und der flackernde Widerschein des Feuers fiel auf die Wände. Wenn sie brannten, würde das ganze Haus brennen. Alles. Aufgehen in einem Leuchtfeuer, und nur sie wäre da, um es zu sehen. Verlockende Vorstellung, und eine Sekunde lang glaubte Belladonna, dass es richtig war, jetzt mit dem Zauberstab in ihrer Hand Funken in die Luft zu malen, sie zu werfen, dorthin, wo sie Nahrung fänden. Aber das war es nicht wert. Ein weiteres Mal peitschte der Stab und der Spuk war vorüber. Was Joshua wohl dazu sagen würde, wenn er erfuhr, dass sie beinahe das Haus abgebrannt hätte? Neugierig tänzelte sie zurück, in den Flur und dann die Treppe hinunter, mit sich bringend den Geruch von Asche und von Hitze. „Es gibt tausend Gründe“, bemerkte sie lakonisch, während sie die letzten Stufen in einem Satz nahm. „Aber dir genügt womöglich ein einziger“, sie lachte erneut, den Stab elegant unter ihr Kleid gleiten lassend. „Du hast keine Wahl, Liebchen“, gurrte sie, die Lippen zu einem grausamen Lächeln verzogen. Er verstand nicht, noch immer verstand er nicht, und das ärgerte sie maßlos . Er sollte Angst haben, wie jeder vernünftige Mensch Angst hatte. Angst vor ihren Launen. Angst vor ihrer Rachsucht. Angst vor ihrem Gift. Angst vor ihr, verdammt noch mal! Sie brauchte das, das Gefühl der Macht, und ihm war das egal. Wut war in ihre Augen getreten, sie hatte nie gelernt, sich zu beherrschen, weil es egal war, wenn man sich vor ihr fürchtete. Die Funken, die sie eben oben beherrscht hatte, waren nichts gegen die, die nun ihr Blick versprühte. Oh ja, nun war sie wütend. Jagd, Jagd, Biss Klug, schön & gebildet, aber das beste an mir ist meine Bescheidenheit! |
|  | | Joshua Allen

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Mi Aug 24, 2011 6:47 pm | |
| Belladonna hatte ihren Spaß wohl schnell verloren und kam wieder die Treppe hinunter. Sie wurde allerdings von einem Duft, der nach Asche und Rauch roch, begleitet. "Was hast du denn nun wieder angezündet?", fragte er spöttisch, sich den Rest der Aussage verkneifend. Sollte er denn noch einen draufsetzen? Sollte er diese Frau denn wirklich zur Weißglut treiben? Eigentlich war es ihm egal. Unterhaltsam würde es auf jeden Fall sein. Er schüttelte leicht grinsend den Kopf und murmelte ein "Dummes Mädchen..." vor sich hin. Ihm war es egal, was sie nun dachte oder tun würde. Es war ihm einfach so gleichgültig, wie es ihm nur sein konnte. Auf ihre zweite Aussage ging er vorerst nicht gleich ein. Keine Wahl... Warum er keine Wahl haben sollte, schien ihm nicht ganz klar. Sie war nur eine Avvoltoio. Also niemand, der ihm seine Wahl nehmen konnte. Sie war ein unbedeutendes Häufchen Elend - Mehr nicht. "Natürlich habe ich eine Wahl, Liebling", bemerkte er knapp. Sie konnte ihn zu nichts zwingen. Niemand konnte ihn zu etwas zwingen. Nicht einmal Roger, sein eigener Vater. Und wenn dieser es schon nicht konnte, dann seine wertlose Konkubine erst recht nicht. Sie konnte gar nichts. Wertlos und unbedeutend. Plötzlich kam ihm ein Gedanke. Ein Gedanke, der schon viel früher hätte da sein sollen. Dieser Duft. Dieser Duft von Asche und Hitze... Wenn Belladonna tatsächlich etwas angezündet hatte... Joshua säße ziemlich tief in der Tinte. Niemals würde man ihm glauben, es sei nicht seine Schuld gewesen. Niemals dürfte er sich irgendetwas mehr erlauben. Das letzte Bisschen Freiheit, das er eigentlich nicht einmal hatte, würde ihm genommen. Joshua wurde nervös. Doch Belladonna würde es nicht merken. Dafür war er zu beherrscht. Seine Welt würde beinahe untergehen. Die Mauern des Gefängnisses, in dem er lebte, würde noch näher kommen, bis ihm schließlich jede Bewegungsfreiheit genommen sein würde. Er konnte nur beten, dass dieses Weib nichts angestellt oder angezündet hatte. Dieses Haus war für Roger heilig. Und Roger war momentan Joshuas Richter. Er schluckte schwer und ließ seinen Blick auf den Boden schweifen. Wohl musste man ihm die Nervosität mittlerweile ansehen. Jetzt, da er noch weitere Folgen ergründet hatte. Seine Augen schienen mit Sicherheit zu zittern und er wirkte auf die Frau wohl verängstigt. Doch in Wahrheit hatte er nur keine Lust noch tiefer in die Hölle gezogen zu werden. Schlagartig wurde ihm etwas klar: Belladonna hatte recht. Nein, er hatte keine Wahl, wenn er überleben wollte. Sie würde ihren Zauberstab kurz schwingen und ihm damit sein gesamtes Leben ruinieren. Er hatte keine Wahl. So grausam diese Tatsache auf war. Und die Todesserin würde diese Macht ausnutzen. Sie wusste, dass sie am längeren Hebel saß. Sie wusste, dass sie ihn nun alles machen lassen könnte was sie wollte. Jetzt, da er es begriffen und eingesehen hatte. Jetzt, da er in Kenntnis gesetzt war. Jetzt, da er wusste, was auf dem Spiel stand.
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|  | | Belladonna Avvoltoio Poison Heart

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Mo Aug 29, 2011 1:04 am | |
| Und noch immer war alles, mit dem er ihr begegnete Spott, purer Spott. Noch immer! Und sie musste ohnmächtig zuschauen, weil scheinbar nichts von dem, was sie tat, etwas daran ändern konnte, dass er keine Angst hatte, mehr noch, dass er es wagte, ihr so respektlos gegenüber zu treten, dass er sie verspottete. Sie hatte ihn vergiftet – doch seinen Tod konnte sie nicht riskieren. Sie hatte gezündelt – aber ihn schien das vollkommen unbeeindruckt zu lassen. Was sollte sie denn noch tun, Herrgott? Obwohl sie an den natürlich nicht glaubte, ja jedem, der es tat, mit Verachtung begegnete, weil sie ihren Verstand benebeln ließen. Weil sie schwach waren, im Gegensatz zu ihr. Sie war stark, oh ja, aber was nützte ihr diese Stärke, wenn Joshua einfach... wenn es ihm schlicht egal war? Richtig, nichts. Sie war wie ein König ohne Untertanen. Genauso hinfällig. Und sie hasste es. Er murmelte etwas, und Belladonna war sicher, seine Worte verstanden zu haben – 'Dummes Mädchen'. Ihre Kieferknochen spannten sich vor explosiver Wut an, und hätte er noch einen Ton gesagt, wäre sie ihm womöglich an die Kehle gesprungen – oder hätte ihn erneut vergiftet – ohne Rücksicht auf eventuelle Konsequenzen. Und natürlich tat er ihr diesen Gefallen – er sprach weiter, erfüllte den Raum weiter mit seiner unerträglich arroganten Stimme, in der so viel Selbstvertrauen mitschwang, das so fehl am Platz war. Unwillkürlich zuckte sie nach vorne, bremste sich aber rechtzeitig und sah ihn nur mit Mordlust im Blick an. Er hatte nicht die geringste Chance gegen sie. Und das musste er ebenso wissen wie sie, und irgendwann würde... irgendwann musste einfach... oder nicht? Ihm konnte es doch nicht einfach egal sein, dass sie drohte, sein Haus zu zerstören! Unmöglich! Sie starrte ihn an, obwohl er nun nicht mehr sprach, hatte die Hände zu Fäusten geballt, weil es ihr dann leichter fiel,vernünftig zu bleiben. Vernunft! Was zählte schon Vernunft! Noch nie hatte sie ihren Willen der Rationalität untergeordnet, und ihre beispiellosen Fähigkeiten würden ihr zweifellos auch dann noch einen Platz in den Reihen der Todesser sichern, wenn sie 'aus Versehen' den Sohn eines Reinblutidealisten tötete. Oder? Aber womöglich... sah sie da einen Anflug von Angst in seinem Blick, der von ihr abgewandt war? Wirkte Joshua nicht ein wenig nervös? Gewöhnlich hätte sie es nicht riskiert, sich derart zu blamieren – ihr Ruf war ihr heilig – aber falls sie sich irrte, würde er das Haus ohnehin nicht mehr verlassen. Zumindest nicht lebendig. Ein grausames Lächeln spielte um ihre Lippen, als sie langsam die Anspannung in ihren Händen löste und auf ihn zu schlich, mit der Ruhe einer Raubkatze, die sich ihrer Beute sicher war: „Du hast eine Wahl?“, fragte sie, die Stimme nun beherrschter als zuvor und mit einer spöttisch gehobenen Augenbraue. Jagd, Jagd, Biss Klug, schön & gebildet, aber das beste an mir ist meine Bescheidenheit! |
|  | | Joshua Allen

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Di Aug 30, 2011 12:15 am | |
| Worte entgegnete sie erst, als seine Einsicht hervorkam. Sie fragte nur noch einmal, ob er denn wirklich eine Wahl hätte. Theoretisch hätte er diese. Doch dazu fehlte ihm der Wille. Er könnte alles liegen und stehen lassen und danach einfach abhauen, ein neues Leben starten. Bringen würde das wohl kaum etwas, aber es war eine Wahl. Somit würde er ihr diesen Triumph nicht gönnen. Niemals. "Selbstverständlich habe ich eine Wahl", stellte er wieder arrogant, mit fester Stimme fest. Er beschloss die liebe Belladonna noch ein wenig mehr zu provozieren. Sie wurde ja schon beinahe wieder uninteressant sowie auch unamüsant. "Ein niederes Wesen wie du ist nicht dazu imstande mir meine Wahl zu nehmen." Und Punkt. Natürlich würde die Todesserin es nicht einsehen, so stur wie sie war. Sie hatte eine viel zu hohe Meinung von sich selbst. Und dabei war sie so erbärmlich und machtlos, wie nur wenige andere. Selbstverständlich wurde Roger unter diese gezählt. Er hatte ebenfalls die 'Ehre' einer der wenigen zu sein. Er entfernte sich wieder von Belladonna, die inzwischen erneut näher gekommen war, und schritt zur Mitte der Eingangshalle, wo er sich erst einmal umsah. Die Treppe in den oberen Stock war breit und aus massivem Holz. Zudem war sie mit einem roten, ebenso breiten Teppich bestückt. Das Ganze verlieh diesem Anblick die Note eines 'roten Teppichs'. Roger hatte sich immer toll und mächtig gefühlt, wenn er Stufe für Stufe langsam hinunter schwebte und dabei das Geländer mit der Hand streifte. Normalerweise kannte man dies von Prinzessinnen, doch Joshuas Vater war eben schon immer eigenartig gewesen. Er hatte auch die ein oder andere Eigenart ausgeprägt und diese war dann ausgeartet. Eine Schande. "Weißt du, ich habe mich schon immer gefragt, wann mein Vater Dreck in die Familie bringt. Größeren Dreck als sich selbst, natürlich. Und jetzt..." Er drehte sich zu ihr und setzte ein freches Grinsen auf. "Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem es endlich so weit ist." Eine taktische Pause folgte, doch er behielt das Lächeln auf seinen Lippen. "Aber keine Angst, du machst das ganz großartig. Du passt wirklich perfekt in diese Rolle." Er wandte sich wieder ab, drehte ihr den Rücken zu, obwohl er wusste, dass es unklug war. Er war bereit sich jederzeit umzudrehen und doch würde er es nicht tun. Joshua hatte keine Angst vor dieser Frau. "Wie maßgeschneidert...", murmelte er noch leise vor sich hin, bevor er sich wieder zu ihr drehte. Wohl musste sie ihm gegenüber schon wieder Mordgedanken hegen. Und es war ihm gleichgültig. Sie würde ihn nicht umbringen. Sie würde ihn nicht umbringen können. Wobei... Kümmern würde es wohl maximal seine Schwester. Und trotzdem konnte dieses erbärmliche Häufchen Elend es nicht. Sie würde wohl irgendwann einsehen, dass er ihr noch nützen könnte. In welcher Weise durfte sie dann selbst entscheiden. Aber ein Mittel zum Zweck war lebendig besser und effektiver als tot. Sehr sogar.
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|  | | Belladonna Avvoltoio Poison Heart

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Fr Sep 02, 2011 6:46 pm | |
| Oh, sie war sich so sicher gewesen, so sicher, und erneut war sie enttäuscht worden, schon wieder. Obwohl 'enttäuscht' wohl voraussetzte, dass man sich auf etwas gefreut hatte, und das hatte Belladonna nicht, in Kapitulationen lag kein Reiz. Nein, der Reiz lag in der Gegenwehr ihrer Opfer, eigentlich, weil sie um ihre Machtlosigkeit wussten und sich nur ein letztes Mal aufbäumten, in einem verzweifelten Versuch von dem sie ebenso wie Belladonna selbst wussten, dass er nie erfolgreich enden würde. Aber Joshua.. Joshua war zu selbstsicher. Und er machte sie unsäglich wütend mit seiner Arroganz und seinem Stolz – so wütend, dass ihre Fingernägel sich in die Handflächen bohrten, so wütend, dass sie unwillkürlich einen Laut ausstieß, der entfernt an ein Knurren erinnerte – nur von so viel mehr Hass erfüllt. Aber noch konnte sie sich selbst davon abhalten, etwas sehr unbedachtes zu tun – die Frage, die über allem schwebte, war aber, wie lange ihre Selbstbeherrschung, die schon jetzt bedrohlich ins Wanken geriet, noch aufrecht stehen würde. Sie war also ein niederes Wesen? Niedriger noch als irgendein beliebiges Insekt, niedriger als Joshua selbst? Wer war sie, dass sie sich solcherlei Dinge sagen lassen musste? Wer? War sie eins von diesen Schlammblütern, die verängstigt den Boden anstarrten oder ein dahergelaufener Muggel? Nein. Sie war Belladonna, und wenn dieser Junge sie bisher nicht kennen gelernt hatte, dann war es höchste Zeit, diesen Missstand zu beheben. „Natürlich habe ich die Macht“, zischte sie, vor explosiver Wut kaum noch an sich halten könnend. Er hatte keine Ahnung, wie furchtbar ihre Rache sein würde, keine Ahnung. Und selbst, wenn sie ihn heute verschonte – vergessen würde sie diese Schmach niemals und sie würde ihn suchen und ihn finden und dann würde er bezahlen. Bezahlen. Keine Strafe außer der Tod war angemessen, und er musste das auch wissen, wenn er such nicht vor jeglicher Tatsache verschloss. Nun sah er sich in der Halle um, und Belladonna hatte einen Moment Zeit, sich zu konzentrieren. Sie hatte jedenfalls kein Auge für die Dekadenz hier, für die Geltungssucht. Es war ihr gleichgültig, was zählte war nur dieser dumme Junge, der erneut den Mund öffnete, nur, um sie mit neuerlichen Beleidigungen zu überhäufen. „Wie kannst du es wagen!“, fauchte sie, und diesmal schnellte sie tatsächlich auf ihn zu, stieß gegen ihn und durchbohrte ihn mit zornfunkelnden Blicken. Er sollte sich wehren, nicht nur mit diesem spöttischen Grinsen, nein, sie wollte, dass auch er wütend wurde sie von sich stieß, auf dass sie einen Grund hätte, ihren Zauberstab zu ziehen. Sie wollte nichts weiter, als dass er ihr einen Vorwand lieferte. Jagd, Jagd, Biss Klug, schön & gebildet, aber das beste an mir ist meine Bescheidenheit! |
|  | | Joshua Allen

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Di Sep 06, 2011 1:34 pm | |
| Selbstverständlich widersprach Belladonna schon nach seiner ersten Äußerung. Es war wirklich amüsant, wie sehr sie die eigene Person verleugnete. Ihr fiel nicht einmal auf wie machtlos sie war. Ebenfalls natürlich nicht, wie lächerlich sie sich gerade machte. "Nein. Du übersiehst an dieser Stelle etwas. Nämlich einfach die eigene Position. Ist dir denn aufgefallen, dass dies keine Machtposition ist? Du unterwirfst dich nahezu armseligen Personen. Doch das ist ja noch lange nicht das, was am meisten schockiert." Bei letzerer Aussage hob er demonstrativ den Finger, um es - mehr oder weniger - zu veranschaulichen. Eine kleine, durchdachte Pause, die wohl nur wieder der Provokation diente und deswegen noch mit einem verspottenden Lächeln ausgeschmückt wurde, folgte. "Das Schlimmste ist ja bei weitem, dass du dich noch selbst schätzen kannst - wenn auch nicht so, wie früher. Du versuchst die Dinge so zu drehen und wenden, wie sie nicht sind. Nur, um die eigene Person besser darzustellen. Dabei hast du aber vergessen, dass es bei dir, meine Liebe, nichts mehr gibt, um es gut - oder besser - darzustellen", beendete er seine Rede. Ihr nächster Schachzug stellte allerdings eine größere Herausforderung für seine Reaktion dar. Was sollte man denn bitte machen, wenn derartiges geschah? Nun, zugegebener Weise war dies nicht oft der Fall. Dennoch handelte Joshua - nach wie vor - einfach instinktiv. Seine Mundwinkel wanderten noch weiter nach oben und der Spott wurde nahezu unübersehbar. Er lachte ein wenig auf und schüttelte den Kopf. "Belladonna, Liebste. Führt sich denn eine Lady so?" Der Junge warf ihr einen abschätzenden Blick zu, der nur wieder dazu diente, eine taktische Pause zu überdecken. "Ach, nein. Ich vergaß, verzeih. Du bist ja keine Lady, richtig? Denn eine Lady würde weder ihre eigene Seele an einen gewissen dunklen Lord, der noch erbärmlich ist, als sein Fußvolk, verkaufen, noch würde sie so unbedacht, wie ein kleines Kind, handeln." Sein Blick wurde ernst und dennoch enthielt er Spott. So viel Spott, dass die Todesserin sich vermutlich nur noch weiter von ihrer Wut beherrschen ließ. Eine Schande. "Aber gut. Man sollte Menschen ja nicht verurteilen, nur weil sie ihr ganzes Leben lang Fehlentscheidungen treffen und mit der Zeit - diese ist bei dir schon abgelaufen, Schätzchen - erbärmlich werden. So bedauernswert, dass man es nicht in Worte fassen kann." Er ließ seinen Blick wieder durch den Raum schweifen und seufzte. "Na immerhin hast du irgendetwas erreicht", schloss er ab. Genug Provokation in Folge. Mehr als Genug sogar, wenn man es genau nahm. Doch Belladonna spielte ihre Rolle wirklich fabelhaft. Sie war doch nur ein Spielzeug für ihn. Ein Spielzeug, das sich durch seine unkontrollierte Art selbst zu einem gemacht hatte. Welch trauriges Schicksal dies doch war. Aber es war immer noch Miss Avvoltoio und alleine deswegen, war Mitleid fehl am Platz. Sie hatte es verdient. Sie war ein Biest, ein erbärmliches noch dazu. Unvorstellbar, dass sie einen derartigen Ruf hatte. Ja, sie hatte sogar ein gewisses Ansehen. - Selbstverständlich nur unter ihres Gleichen. Bei diesem Gedanken musste er leicht den Kopf schütteln. Wahrlich unvorstellbar, wie dies möglich war. Die Welt war einfach nicht mehr das Wahre. Nicht in diesem Zustand. Nicht, wenn derartiger Dreck auf den Straßen herumlief.
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|  | | Belladonna Avvoltoio Poison Heart

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre So Okt 23, 2011 10:22 pm | |
| Keine Machtposition? Keine Machtposition?! "Du gehst zu weit", fauchte sie: "Pass auf, dass dir die Konsequenzen nicht zu hart werden!" Und das musste er tatsächlich, denn immer noch stand sie zu dicht vor ihm, immer noch schwebten ihre Hände krallengleich vor seinem Gesicht, in unsäglicher Wut angespannt, so sehr, dass die Sehnen allzu deutlich hervortraten. Sie wusste, dass sie in diesem Moment eher an eine rachsüchtige Göttin erinnerte denn an eine Todesserin in gehobener Position, aber das war ihr so geichgültig, so gleichgültig. Sie hatte wichtigeres zu bedenken als ihr sicher tadelloses Aussehen, und ehe sie Joshua an die Kehle gehen konnte, war Belladonna zurückgewichen, animalischer, raubkatzenhafter als zuvor. Nicht, dass ihr diese Vorstellung nicht gefallen hatte, aber dennoch war etwas beängstigendes an der Aussicht, sich ganz ihren Instinkten zu überlassen. Während Joshuas kurzer Sprachpause holte Belladonna Luft, um bei der Geste seines lehrerhaft ausgestreckten Fingers beinahe erneut gegen ihn zu stoßen, so sehr nervte, so sehr machte sie seine so gönnerhaft zur Schau gestellte Arroganz sie wütend. Sie ahnte, wusste, dass er sie nur provozieren wollte, aber Kennzeichen ihres Charackters war es seit jeher gewesen, sich nicht im geringsten um die Absichten anderer zu kümmern - weder darum, ihnen vollkommen gegenläufig zu handeln, noch, ihnen zu entsprechen. Es war ihr gleich, was er wollte, sollte er doch denken, gesiegt zu haben - sie zumindest wusste, dass es anders war. Und nur darum ging es. Seine folgende Beleidigung traf sie nicht, war sie es doch so sehr gewohnt, dass ihre machtlosen Opfer versuchten, sie anzugreifen, ohne aber die geringste Chance zu haben. Nur ein Zeichen seiner Unterlegenheit. In die Enge getriebene Tiere bissen schließlich auch, warum sollte ein großspurig-dämlicher Junge in diesem Fall eine Ausnahme darstellen? "Ist das alles, Joshua? Hast du dein Pulver schon verschossen?", spottete sie, herablassend, sarkastisch, mit einem grausamen Lächeln auf den Lippen. Zu selten, so dachte sie, zu elten kam es vor, dass jemand ihr idersprach. Womöglich war Rogers missratener Sohn ja gar eine Bereicherung für ihr Leben? Warum nicht das ganze so sehen? Warum nicht?! "Der dunkle Lord ist größer als jemand so erbärmliches wie du je werden kann", flüsterte sie, je ernst geworden und mit Inbrust: "Er ist der höchste, du dagegen... Sebst dein eigener Vater hält dich für einen Schwächling", sie lachte, spöttisch, breitete die Arme aus, sah ihn herausfordernd an, lachend nun, wo sie ihren kurzen Moment der Kopflosigkeit überwunden hatte. Der Zauberstand lag rasch in ihrer Hand, so geübt die Bewegung, und Belladonna spielte erneut mit dem Gedanken, ihre Freunde tanzen zu lassen. Sollte Joshua sterben, wäre Roger womöglich gar froh darüber, und so etwas läppisches wie ein Haus ließ sich rasch neu aufbauen.. Jagd, Jagd, Biss Klug, schön & gebildet, aber das beste an mir ist meine Bescheidenheit! |
|  | | Joshua Allen

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Mo Okt 24, 2011 12:45 am | |
| Konsequenzen, was interessierten ihn denn schon Konsequenzen? Gar nicht interessierten sie ihn, ganz recht. Als würde er nicht wissen, dass er ein Tier vor sich hatte. Und es war kein Tier wie ein kleines unschuldiges Häschen, nein, es war eine Raubkatze, die nur darauf wartete anzugreifen und ihn zu zerfleischen. Dennoch machte es ihm nicht. Nicht einen kleinen Funken Furcht spürte er. Nicht einmal beeindruckt war er. Er fand ihre mangelnde Selbstkontrolle lächerlich. Wie ein Tier eben. Nicht wie ein Mensch. Besonders nicht wie einer, der dieses Leben verdient hatte. Belladonna hatte Glück gehabt, doch dieses Glück würde nicht von langer Dauer sein. Ebenfalls würde ihr Ansehen immer mehr sinken, bis sie nicht einmal die Untersten der Nahrungskette - oder eben Machtkette, wenn man so wollte - respektieren. Jeder würde realisieren, welch Frau Miss Avvoltoio war. Nicht nur Roger Allen alleine, nein. Jeder, die ganze Welt sollte es erfahren. Die Todesserin sollte gedemütigt werden und die ganze Welt sollte es sehen, sollte es genießen können. Denn sie hatte nichts anderes verdient. "Erneut vergisst du deine Position", bemerkte er schlicht und tonlos. Er wandte sich mit leerem Blick an die Giftmischerin und schenkte ihr ein spöttisches Lächeln. Ebenfalls sein Blick füllte sich mit Spott. Ja, es war auch das einzige, das er für sie übrig hatte. Nicht einmal Mitleid blieb da noch übrig. Nein, es wurde ihr nicht gerecht. Es wurde vor allem seiner Urteilskraft nicht gerecht. "Richtig, ich vergaß, ich erwarte zu viel von einem primitiven Wesen wie dir, verzeih mir Liebste", fügte er dann noch hinzu. Es war in der Tat viel zu viel. Es war schon ein Wunder, dass sie es so weit gebracht hatte. Also steckte doch etwas - zwangsweise - in ihr. Doch es war wiederum nur Verzweiflung. Ihre Seele schrie vor lauter Verzweiflung und dieser Schrei war wahrlich ohrenbetäubend. So ohrenbetäubend, dass er die gesamte Menschheit lahmlegen könnte, wohl. "Manchmal vergesse ich mich einfach. Kommt immerhin nicht alle Tage vor, dass man mit etwas... wie dir in Kontakt kommt", verdeutlichte er seine Meinung noch. Danach erkundigte sie sich auch noch, ob er denn schon all sein Pulver verschossen habe. Also bitte... Manchmal ließ sie einen wirklich an ihrer Intelligenz zweifeln. Was dachte sie sich bloß, wenn sie ihren Mund öffnete um jemanden mit Schrott zu bereichern, der nicht einmal Voldemort höchstpersönlich interessieren würde. Doch Joshua ließ sein Mundwerk vorerst ruhen um sich anzuhören, was sie diesmal los werden wollte. Mit Sicherheit etwas Belangloses, eine Lüge. Ihre ersten Worte waren nicht weiterüberraschend, doch der zweite Teil war wie ein rotes Tuch, das man einem Stier vor die Nase hielt. Einem Stier, der wochenlang, monatelang zuvor gequält und provoziert worden war, um im Stierkampf der Spanier zu siegen, wohl gemerkt. "Mein Vater hat keine Ahnung", fauchte er sie an und scheiterte daran, den hasserfüllten Tonfall und ebenfalls den hasserfüllten Blick zu unterdrücken. "Ihr unterwerft euch jemandem, der von einem Jungen besiegt wurde, der sich wohl nicht einmal selbst die Schuhe zubinden konnte! Voldemort ist einfach erbärmlich und hat es nie zu etwas gebracht. Ansonsten wäre er wohl noch hier und wäre in der Stadt nicht ums Leben gekommen, wäre nicht vor tausenden von Augen zerbröselt. Und ihr? Ihr seid stolz auf ihn und lobt sein Werk, das einfach nur bedauernswert war", fuhr er in Rage fort. Es war doch kaum zu fassen, was sich diese Frau einbildete. "Du merkst noch nicht einmal, wie lächerlich du dich machst. Wohl steht ein Insekt in der Nahrungskette höher als du oder mein Vater oder irgendein anderer Todesser!" Er wandte seinen Blick ab, hinaus in den Garten, durch das Fenster. Nach wenigen Atemzügen hatte er seine Selbstkontrolle erfolgreich wiedererlangt. Die Zeit war zu lange gewesen, in der er einfach aus Wut und Hass gehandelt hatte. Wohl nicht ganz drei Minuten und dennoch. "Doch ihr merkt es einfach nicht, so erbärmlich seid ihr. Schon so tief gesunken...", meinte er zuletzt wieder in spöttischem Tonfall. Viel zu lange hatte es gebraucht, bis er die Kontrolle wiedererlangt hatte. Viel zu viel hatte er in dieser Zeit gesagt. Er hatte Belladonna geradezu auf die Nase gebunden, wie sehr er seinen Vater hasste und wie leicht er durch einen klitzekleinen Vergleich oder ein klitzekleines Urteil aus der Fassung zu bringen war. Zu groß war jener Hass, den er in sich trug. Viel zu groß. Und ebenso zu mächtig.
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|  | | Belladonna Avvoltoio Poison Heart

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Di Okt 25, 2011 6:50 pm | |
| "Primitiv?", höhnte Belladonna, Spott von jedem ihrr Worte triefend: "Primitiv. Nun, Joshua, mein Junge, ich mag zwar primitiv sein nach deinem hehren Denken, aber ich gewinne eben", sie lachte, wirbelte einmal um ie eigene Achse und blieb dann jäh stehen, um ihn anzugrinsen. Natürlich, er glaubte daran, dass sie dumm war, doch was zählte schon Intelligenz, wenn die Gewinner eben doch auf der Seite der richtig Denkenen standen? Richtig. Gar nichts. Und Joshua würde das sicher auch erkennen, und vielleicht würde er irgendwann gar neben ihr kämpfen. Wünschenswert wäre es, mit Sicherheit. "Kein Problemn, Süßer, ich weiß, meine Anwesenheit ist überwältigend. Roger fand das wohl auch..", erneut lachte Belladonna, obwohl sie verzweifelt versuchte, den etwas irren Beiklang daraus zu verbannen - erfolglos. Mit ihren nächsten Worten schien sie aber einen wunden Punkt getroffen zu haben, und die Fassade des beherrschten, des spottenden Joshua Allens brach zusammen, als rohe Wut seine Stimme verzerrte. Seine Wuttirade amüsierte Belladonna - derart reden konnte nur jemand, der vom Kuchen der Ehre kein Stück abbekommen hatte. "Ist da jemand böse auf Daddy?", fragte sie grinsend, ihren Zauberstab spielerisch auf seine Kehle richtend. "Hat Daddy Joshi nie so geliebt wie es angemessen gewesen wäre?", stichelte sie weiter, hohngrinsend, spottverzerrt. So musste es sein - eine furchtbare Kindheit war eine Erklärung für seine nicht vorhandene Fähigkeit, Respekt zu zeigen. Jagd, Jagd, Biss Klug, schön & gebildet, aber das beste an mir ist meine Bescheidenheit! |
|  | | Joshua Allen

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Di Okt 25, 2011 10:26 pm | |
| Er lauschte ihren Worten und brauchte nicht lange um zu erkennen, dass sie sich selbst wieder einmal viel zu hoch schätzte. In viel zu hohen und großen Tönen spuckte sie, es war unerträglich. Sie würde schon noch lernen, was es hieß, zu verlieren. Zurzeit hatte sie eben einfach nur Glück, die gute Dame. Glück, das sie einem anderen Menschen auf dieser Welt raubte. Nicht, dass es Joshua kümmern würde, ob es jemand mehr und dringender braucht als Belladonna, nein, es zählte doch nur, dass sie sich bewusst wurde, was sie war. Jemand, der seiner Vergangenheit nachtrauerte und nun im Dreck versank. Die Vergangenheit war ihr Ruhm. Ja, wahrlich konnte der Junge nicht leugnen, dass Madame Avvoltoio einst eine große Frau war. Doch nun, in der damaligen Zukunft, der jetzigen Gegenwart war all dies verblasst und zurück blieb ein kleiner Haufen Asche. Von der Krone, dem Schloss, ihrer Größe war im Grunde nicht einmal ein klitzekleiner Hauch vorhanden geblieben. Verblasst war es alles. Natürlich konnte er von diesem Ausrutscher nicht einfach absehen. Erst recht nicht, da die Todesserin sich diesen gerade zur Waffe machte und besonders betonte. Machte ihn darauf aufmerksam, ging darauf ein. Reinste Provokation war es, das sie ihm nun servierte. Doch dies war ja noch lange nicht das, was ihn störte. Es störte ihn vielmehr, dass es klappte, er darauf reagierte und die Wut, der Hass in ihm wieder aufkam und anstieg. Es drohte überzukochen, es drohte unkontrollierbar zu werden - erneut, zum zweiten Mal nun. Zweimal zu viel, ohne Zweifel. Sein hasserfüllter Blick suchte nach etwas, an dem er hängen bleiben konnte. Natürlich war Belladonna das einzige Geschöpf weit und breit, auf das er diesen Hass richten konnte. Doch es würde ihr nichts anhaben, es würde sie freuen. Dieser eine Blick verkörperte die ganze Abneigung, den ganzen Hass, jene Mordlust, die er immer wieder verspürte. Fixiert auf Belladonna versuchte Joshua seine Kontrolle wieder zu erlangen - vergebens. Nicht einmal provozierende Worte würden nun noch über seine Lippen kommen. Der Zorn würde ihn regieren, schon wieder. Dennoch war Schweigen nur etwas, das die Situation verschärfte und noch aussichtsloser gestaltete. Das Fazit davon war, dass er seine Stimme erklingen lassen musste. Doch wie? "Wie ich sehe bist du noch ahnungsloser, als ich zuerst dachte", meinte er mit hasserfülltem Unterton. "Was glaubst du denn, warum ich der missratene, verhasste Sohn des großen Roger Allen bin, Schätzchen?" Die Fassade baute sich wieder auf und Joshua begann, wohl aus Gewohnheit, zu seinem 'Vortrag' herumzugehen. Selbstverständlich nicht ohne sämtliche Handgesten, die seine Aussagen unterstrichen. "Denkst du denn wirklich, ich wüsste nicht, was Respekt ist? Denkst du denn wirklich ich sei schlecht erzogen? Roger weiß es besser. Der gute Roger wird schon seit Jahren von der Angst heimgesucht." Nun waren Lügen und Täuschungen nicht mehr nötig. Belladonna durfte ruhig eingeweiht werden, sie durfte ruhig erfahren, wie armselig sein Vater, ihre Affäre doch war. "Um es präzise auszudrücken: Er weiß, wozu ich fähig bin und um ehrlich zu sein halte ich dich gerade noch klug genug um mich nicht zu unterschätzen." Die Giftmischerin war niemand, mit dem zu spaßen war. Doch vor allem war sie nicht einmal halb so dumm, wie sie nun dargestellt wurde. Es war nicht so, als wüsste Joshua nichts davon, was in ihr steckte. Mit Sicherheit konnte sie wieder aufsteigen, so sehr er es normalerweise auch ins Lächerliche zog, nein, die Avvoltoio war zu großen Taten fähig. Nicht umsonst war sie eine der bedeutendsten Anhänger Voldemorts. "Doch nun stellt sich die Frage, was dich das eigentlich angeht. Richtig, nichts. Absolut nichts." Seine Miene wurde ernster und sein Tonfall tat es gleich. "So misch dich nicht in fremde Angelegenheiten ein. Mit Sicherheit sind dir die Folgen schon bewusst." Wohl war sie ziemlich neugierig und musste schon öfter mit derartigen Folgen rechnen, ja gar leben. Bedauerlich. Wo sie doch so viel Potential besaß, machte sie dennoch Dummheiten.
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|  | | Belladonna Avvoltoio Poison Heart

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Di Okt 25, 2011 10:56 pm | |
| Belladonna ahnte, was folgen würde, eine weitere fruchtlose Aneinanderreihung von wütenden Tiraden, ihrereits und seinerseits, dann ein weiterer Angriff. Alles auf der Welt begann, irgendwann gewohnt zu werden, voraussehbar. Aber sie brauchte Abwechslung, dachte sie, Abwechslung, nicht diese Langeweile. Diese ganz abrupte Langeweile, die Belladonna den Spaß vermieste, den Spaß daran, weiter dieses kleine Wortgefecht mit Joshua zu führen. Ja, Belladonna war schnell gelangweilt, brauchte Abwechslung und war bekannt für ihre schnell und ohne Vorwarnung wechselnden Stimmungen. Seine letzten Worte quittierte sie nur mit eine gereizten Schnauben und drehte sich erneut um, das Augenmerk nun auf die Einrichtung des Hauses legend. Es kündete von einem erlesenen Geschmack, zweifellos, doch für Belladonna selbst viel zu protzig, zu erschlagend. Ihr eigenes Haus war deutlich einfacher, wohl auch deswegen, weil sie wenig Zeit darin verbrachte, ohne über Kesseln oder Büchern zu hängen, um immer neue Geheimnisse zu ergründen, Dinge herauszufinden. "Ja", gab sie zu: "Du bist ganz gewiss nicht zu unterschätzen. Obwohl ich, denke ich, dich besiegen würde", sie lächelte zufrieden, aber mit einem Mal wa ihre Hochstimmung verflogen, die energische Betriebsamkeit und der Wille, die sie eben noch erfüllt hatten. Langeweile und Gewohnheit waren das tödlichste Gift, das Belladonna kannte. "Joshua", begann sie: "denkst du nicht, dass wir beide uns sehr ähnlich sein könnten?" - vermutlich dachte er das nicht, aber sie selbst war durchaus der Meinung. Er setzte seine Prioritäten anders, aber ansonsten... Seufzend schlenderte sie im Raum umher, setzte sich schließlich, steckte ihren Zypressenstab unter das Kleid, fuhr sich durch die Haare. Gelangweilt. Dann sah sie wieder zu Joshua, die Unterlippe leicht vorgeschoben wie ein trotziges Kind, das darum fleht, beachtet zu werden. Jagd, Jagd, Biss Klug, schön & gebildet, aber das beste an mir ist meine Bescheidenheit! |
|  | | Joshua Allen

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Di Okt 25, 2011 11:34 pm | |
| Ehrlich gesagt interessierte es ihn noch nicht einmal, wer ihn besiegen konnte und wer nicht. Im Grunde war er auch nicht an Gewalt oder irgendwelchen Duellen interessiert. Es war doch lächerlich. Vor allem war es ein Zeichen von Schwäche oder zumindest Verlegenheit, wenn man gleich zum Zauberstab oder zu Zaubern im Allgemeinen griff. Als Kommentar musste ihr auch ein Zucken seiner Schultern reichen. Das Interesse war eben einfach nicht vorhanden. Was interessierten ihn denn schon die ewigen Kämpfe um etwas, das er doch schon lange besaß? Was brachte es denn noch, einen Vater zur Vernunft bringen zu wollen, wenn es ohnehin schon aussichtslos war? Was nutzte es, den ganzen Hass aufzustauen? Nichts, absolut gar nichts. Und deswegen war es wohl die weiseste Entscheidung, die er treffen konnte. Einfach alles mit Gleichgültigkeit überdecken und darüber hinwegsehen, es ignorieren, weil es alltäglich geworden war. Sein Blick schweifte wieder zum Fenster und folgend darauf in den Garten. Die Gräser waren in einem satten Grün gefärbt und die Bäume waren förmlich mit Blüten überwuchert. Der Klang seines Namens zog ihn zurück in die Realität, in den Raum und Belladonna gewann seine Aufmerksamkeit zurück. Doch ihre, vielleicht rhetorisch gemeinte, Frage trug nur dazu bei, dieser Wirklichkeit wieder entfliehen zu wollen. "Inwiefern sollten wir uns denn bitte ähneln?", fragte er nur spöttisch um von der Wahrheit abzulenken. Warum auch immer er stolz darauf sein sollte, einem der wohl schlechtesten Menschen von Planet Erde ähnlich zu sein. Selbstverständlich war sie eine Todesserin, in andere Reihen würde sie ja auch kaum passen, die allbekannte, talentierte Giftmischerin Belladonna Avvoltoio. Wieder suchten seine Gedanken das Weite, eine Ablenkung um nicht wieder in der so grausamen Wahrheit zu versinken. Er wollte nicht über sich selbst urteilen, sich verurteilen für das, was er nun einmal war. Potential und Begabung, hin oder her. Niemals wollte er so sein, wie sein Vater. Niemals wollte er ihm auch nur in gewisser Weise ähneln. Dennoch wusste er, was für eine dunkle Zukunft, welch aussichtslose Pläne noch vor ihm lagen. Aber das schlimmste war doch noch bei Weitem, dass er sich nicht einmal wehren konnte. Was sollte er gegen eine Meute hungriger Wölfe, die sich so sehr nach seinem Fleisch sehnten, schon anrichten können? Besonders, wenn dieses Rudel die Todesser waren. Es gab nichts gefährlicheres, nichts, das diesen Abschaum übertraf, nichts, das er mehr hasste. Und dennoch wusste er es, ja, er wusste so genau, wozu man ihn zwingen würde, wenn es nach seinem Vater, dem edlen Roger Allen, ging. Und Belladonna würde jene sein, die ihn dabei unterstützte, ihm Rückendeckung gab. Abscheulich, bedauernswert und einfach nur erbärmlich, wie er sich in Erinnerung rief.
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|  | | Belladonna Avvoltoio Poison Heart

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Fr Feb 17, 2012 10:10 pm | |
| Seufzend zog Belladonna den Zauberstab wieder hervor, richtete ihn ins Nirgendwo und schwang ihn probeweise herum. Die ganze Situation war doch absurd - und gerade das liebte die Todesserin daran. Wobei der junge Allen ein wenig zu schnell seine Fassung wiedergefunden hatte und jetzt nur noch resigniert wirkte. Er wollte sie loswerden? Nun, das zumindest würde ihm nicht gelingen. Lächelnd stand sie auf, näherte sich ihm, murmelte: "Ach, Joshi, ich dachte wirklich, du seist intelligenter", und schnellte dann wieder zurück, von einem Kichern begleitet, beinahe mädchenhaft, spritzend vor Lebenslust. Zumindest klang es für sie so. Und reichte das nicht? Doch, antwortete sie sich selbst, ehe sie weiter im Zimmer herumtänzelte. "Hübsches Häuschen", bemerkte sie, wie nebenbei: "Hat Klein-Joshi enn auch ein hübsches Zimmer?" Sie legte den Kopf schief und lächelte ihn unendlich puppenhaft an - irgendwie musste dieser Junge doch aus der Reserve zu locken sein. Zumindest funktionierte es nicht, wie sie es bisher versuchte - außer diese Scheiß-Kindheit-Sache - und dabei hatte Belladonna schon eine ganze Menge versucht. Sogar vergiftet hatte sie den jungen Allen! Vergiftet - er musste ein außergewöhnlich starker Charakter sein, wenn ihn selbst das kalt ließ. Sie schürzte die Lippen. "Mir ist langweilig", quengelte sie, wieder zu ihm gewandt, den Zauberstab in der Hand, aus dem mittlerweile eine kleine Flamme züngelte. Besser, er hielt sie bei Laune - für seine Sicherheit und die des Familiensitzes konnte sie andernfalls nicht garrantieren. Wollte auch gar nicht, wie sie mit einem Auflachen feststellte, sich drehend um die eigene Achse. Manchmal, ja, manchmal war die Welt schön - vor allem, wenn die junge Todesserin anderen drohen durfte. Und in ihrer Position durfte sie das glücklicherweise häufig. Vorteile musste man eben nutzen, das war die Devise im Leben. Und Joshua schien sch darauf nicht besonders zu verstehen. Jagd, Jagd, Biss Klug, schön & gebildet, aber das beste an mir ist meine Bescheidenheit! |
|  | | Joshua Allen

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Sa Feb 18, 2012 11:18 pm | |
| Es war ihm egal, dass sie den Zauberstab wieder hervorzog und vermutlich irgendein Unheil anrichten wollte, für das er später wieder zur Verantwortung gezogen wurde. Doch seinetwegen konnte sie das ganze Haus anzünden und er würde noch nicht einmal etwas dagegen unternehmen. Vermutlich würde er mit einer gewissen Belustigung dabei zusehen, wie es von den Flammen verschlungen wurde und niederbrannte. Nein, Belladonna konnte ihm nichts anhaben. Besonders nicht mit der Aussage, dass sie dachte, er sei intelligenter. Es interessierte ihn noch nicht einmal, dass sie sich näherte und sich anschließend auch gleich wieder entfernte. Diese Frau war ohnehin nur wie ein dummes Kleinkind, dass immerzu Beschäftigung brauchte, weil ihm sonst langweilig wurde und es mit Langeweile nur Chaos anrichtete. Nur war sie ein wenig klüger als ein Kleinkind. Viel klüger sogar, so ungern er es auch zugeben wollte. Um ihrer Aussage wenigstens ein bisschen Beachtung zu schenken, ließ er sich zu einem genervten Seufzer herab, beließ es dabei aber auch. Sollte sie denken was sie wollte, doch er wusste es ohnehin besser. Sie war nur eine von vielen, die sich jemandem unterwarfen und somit eigentlich nicht einmal den kleinsten Funken Respekt verdient hatten. Nun, dies war unter anderem auch der Grund, warum er keinerlei Respekt vor ihr hatte. Den sollte sie sich erst einmal verdienen, wobei das für jemanden wie sie unmöglich war. Sie begann nun auch noch im Zimmer herumzutänzeln, was seine Meinung von ihr nur noch bekräftigte. Scheinbar suchte sie ein Gesprächsthema, eine Beschäftigung und im allerbesten Falle noch etwas, dass Joshua wütend machte. Dennoch schaffte sie es nicht, solange sie bei derartigen Themen blieb. Das Haus war ihm egal, ebenso egal wie ihm sein Vater war. Immerhin war es nur er, den das Haus und das Anwesen widerspiegelten. "Das ist wohl nicht weiter von Belang", antwortete er gelangweilt auf ihre Frage zu und ignorierte ihr beinahe provokantes 'Klein-Joshi'. Es war nicht demütigend, nein, nicht einmal sein Zweitname war noch demütigend. Früher vielleicht, aber nun erkannte er es als diesen verzweifelten Versuch, ihm etwas anzutun, ihn wütend zu machen oder ihn innerlich zu verletzen. Als wäre das überhaupt noch möglich. Viel zu zerstört war er schon, als dass ihm noch irgendetwas nahe treten würde. Sie legte ihren Kopf schief und lächelte ihn dann noch puppenhaft an. Als hätte sie sich nicht schon lächerlich genug gemacht, nein, sie musste es immer noch weiter treiben. Dem Briten war dies relativ egal und keinesfalls würde er sich deswegen irgendetwas zu Schulden kommen lassen, nein, er würde keinerlei Reaktion auf ihre Spielchen zeigen und somit sie zur Weißglut treiben, weil sie nicht dazu fähig war, dies bei ihm zu verursachen. Und dann offenbarte sie endlich das Offensichtliche: Ihr war langweilig. Es war ihr anzusehen, irgendwie, wie sie zwanghaft versuchte sich zu beschäftigen, daran aber kläglich scheiterte. Ja, sie war eben nicht mehr als sein Vater, nicht mehr als Roger. Vermutlich auch einer der Gründe, warum er Gefallen an ihr fand. Joshua lächelte bei diesem Gedanken und nicht einmal die kleine Flamme, die aus ihrem Zauberstab züngelte, konnte ihm dieses Lächeln aus dem Gesicht wischen. Nein, deswegen gingen seine Mundwinkel nur noch ein weiteres Stück nach oben. "Sollte mich das nun interessieren?", fragte er uninteressiert nach und konnte sich ihre Antwort schon zusammenreimen, wenn sie so unbedacht, wie sonst immer, handelte. Es würde sicherer für ihn und das Haus sein. Allerdings scherte er sich nicht viel um die Sicherheit des Hauses, nein, nicht einmal seine eigene schien im sonderlich wichtig zu sein. Er war sich dessen bewusst, dass die Todesserin immer eine Beschäftigung finden würde. Ob es nun foltern, vergiften, morden oder abfackeln war, das war relativ egal.
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|  | | Belladonna Avvoltoio Poison Heart

 | Thema: Re: Verhängnissvolle Affäre Mi Feb 22, 2012 12:19 pm | |
| Beleidigt schob Belladonna ihre Unterlippe nach vorne. Es war so unendlich langweilig, dass Joshua auf keine ihrer Provokationen zu reagieren schien. Sie hatte ihn vergiftet. Sie hatte gedroht, ihn noch weiter zu verletzen, sein Haus anzuzünden,sie hatte versucht, ihn bei seinen Gefühlen zu packen, seine wunden Punkte herauszufinden. Ja, was denn bitte sollte sie noch tun? Andererseits war seine Charakterstärke bewundernswert - ihrem merkwürdige Charme gepaart mit ihrer Überzeugungskraft - bestehend aus Drohungen - konnten nicht viele widerstehen. Und ausgerechnet dieser missratene Allen-Spross war dazu in der Lage? Warum? Er war nur ein unwürdiger Wicht, rief sie sich ins Gedächtnis, denn eine Sache hatte er nicht erkannt - sie stand auf der Seite der Sieger. Und er war dumm, sich gegen sie zu stellen, so dumm. Unendlich dumm, obwohl er sich doch für so unglaublich klug und niveauvoll hielt. Ach, er war kein Stück besser als sie. Immerhin wirkte mittlerweile auch er gelangweilt - und das verschffte ihr ein Gefühl von Genugtuung. Wenn sie schon keine Spaß haben sollte, würde sie dafür sorgen, dass es ihm nicht anders ging. "Nicht weiter von Belang?", fragte sie, mit einem spitzen Kichern und kam ihm erneut näher: "Etwa enttäuscht von Daddys Zuneigung, die er lieber mir schenkt als dir?", ihre Stimme klang gut gelaunt, doch sie versuchte, gespieltes Mitgefühl hinein zu legen - auch wenn sie nur Rogers Macht liebte und nicht ihn selbst, so hatte er doch etwas für sich. "Ich weiß nicht, möglich, dass du nicht hier verbrennen möchtest..", antwortete sie beiläufig und strahlte ihn an: "Aber vielleicht kommt dich ja jemand retten. Oder auch nicht, denn wie man hört, bist du kein netter Mensch" Übermütig lachte sie, nur um sich jäh wieder daran zu erinnern, wie unendlich langweilig es hier war. "Vielleicht sollte ich gehen", bemerkte sie und sah Joshua lauernd an - würde er sich nicht trotzdem freuen, sie endlich los zu sein? Siue an seiner Stelle wäre das - aber bei allen Gemeinsamkeiten zwischen ihnen - die der junge Joshi natürlich nicht wahrhaben wollte - gab es doch auch Unterschiede. Beladonna war definitiv klüger als er. Ohne Zweifel. Und außerdem verfügte sie über mehr als doppelt so viel Lebenserfahrung. Oder so. Sie lächelte ihn hintergründig an - wie hübsch, dass er keine Gedanken lesen konnte. Un so vorteilshaft. Jagd, Jagd, Biss Klug, schön & gebildet, aber das beste an mir ist meine Bescheidenheit! |
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