| | | Fast leerer Gang im linken Flügel | |
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| Autor | Nachricht |
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Lucien Obscurité

Alter: 17
 | Thema: Fast leerer Gang im linken Flügel Do Jan 05, 2012 1:27 pm | |
| das Eingangsposting lautete :--> Große Halle - Ravenclaw-Tisch Sam Blackwood & Lucien Obscurité Seltsam, dass hier kaum noch Gemälde hingen, und ein wenig traurig, dachte Lucien. Als dienten sie nur dazu, Eindruck zu machen und waren nicht Ausdruck tief empfundener Liebe zur Kunst. Aber eigentlich, eigentlich hatte er das auch gar nicht erwartet. Immerhin war hier niemand. Lucien mochte Menschen, in en meisten Augenblicken, aber nicht gerade dann, wenn ihn Eindrücke überschwemmten. Dann wollte er seine Ruhe. Und wenn dieser verlassene, vielleicht völlig vergessene Gang - zumindest schien es so, senn Staub lag auf dem Boden, und seine eigenen Fußtritte waren beinae die einzigen, die wer hier ausmachen konnte - auch sonst nichts bot, so war er doch zumindest ruhig, zumindest störte ihn hier niemand. Seufzend ließ er sich auf eine Fensterbank sinken, von wo aus er den See sehen konnte, fast klein wirkte er von hier oben und verlassebn, denn es war kühl draußen, und so früh ging kaum ein Mensh nach draußen. Sie wussten die Magie um sich so oft nicht zu schätzen, nicht so wie er... Das hatte ihn Erfahrung gelehrt, so lsnge Erfahrung, und er hatte nicht vor, diese Erkenntnis zu verlieren, niemals. Er war glücklich. summend schnippte er mit dem Zauberstab und sein Skizzenblock erschien. Er brauchte das jetzt, wollte versinken im Nichts, den leeren Weiten des Papiers, und er wollte erschaffen. Seine Finger mit der Kohle flogen über das Papier, und Lucien vergaß die Zeit, wollte sie vergessen. |
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Lucien Obscurité
 | Thema: Re: Fast leerer Gang im linken Flügel Sa Feb 18, 2012 1:03 pm | |
| War es denn wirklich so einfach, wie der Brite es hinstellte? Nein. Vielleicht konnte man fünfhundert Jahre mit einem solchen Konzept leben, aber früher oder später musste man ins Straucheln kommen, unweigerlich. Denn der menschliche - oder der vampirische, Lucien glaubte nicht, dass es da große Unterschiede gab - Verstand war dazu geschaffen, Fragen zu stellen. Für den kurzen Wimpernschlag eines Lebensalters konnte man ihn beruhigen, abstellen, vielleicht auch noch weit länger, aber ewig? Niemals, und je eher man diese Tatsache erkannte, desto besser war es doch - auch Sam würde es früher oder später einsehen müssen. Aber vielleicht hatte auch dieser schon Tiefphasen gehabt, dachte der Franzose, und war daraus gestärkt hervorgegangen. In jedem Fall war auch nur eine Sekunde unverfälschten Glückes ein Geschenk, das er nicht einfach so wegwerfen würde. "Ich kann weder das eine noch das andere", stellte Lucien mit einem Gefühl von Befreiung fest: "ich muss einfach auskosten, was ich habe und solange, wie ich es habe", er lächelte den anderen Halbvampir kurz an. Es war so viel einfacher, mit jemandem zu reden, dem er nichts vorspielen musste, dachte er, mit einem innerlichen Aufseufzen - er musste sich nicht andauernd Gedanken darüber machen, was er sagte, um bloß niemandem auch nur den Hauch einer Chance zu geben, zu interpretieren, zu verstehen. Mit schief gelegtem Kopf beobachtete er sein Gegenüber - er war merkwürdig, gewiss, aber war das nicht nur zu verständlich? Auch er selbst war nicht eben gewöhnlich, und eigentlich glaubte Lucien auch nicht, dass irgendjemand das in ihrer Situation gewesen wäre. Nur, dass von dieser Lage niemand etwas wusste - aber das störte ihn nicht. Nicht mehr. Noch nicht. Er lächelte, zufrieden nun, denn irgendwo hatte auch Sam Recht - ständig unglücklich zu sein, konnte nicht der Sinn seines Lebens bleiben. "Nein?", er lachte: "Du kannst nein sagen, einfach so, ohne viel darüber nachzudenken? Du weißt es, mit Sicherheit?", er sah ihn an, seine neu gewonnene Sicherheit noch einen Moment länger haltend. Die Zukunft war nicht so vorhersehbar, wie er glaubte, glücklicherweise, und nicht einmal er selbst konnte ahnen, was den Menschen in den nächsten dreihundert Jahren einfallen würde. Sie waren so kurzlebig,aber zugleich so unendlich bewundernswert, dchte Lucien, ohne Neid dieses eine Mal. Das Schicksal hatte ihm eine andere Rolle zugedacht, und er würde sie erfüllen. Er hatte ja keine Wahl. Ebenso scherzhaft wie Sam antwortete er ihm, während er nach dem Block langte: "Ich könnte es nie vergessen, dummerweise. Ich male nicht, um Erinnerungen festzuhalten", er lächelte, dann drehte er sich wieder zum Fenster. Vielleicht sollte er einfach nach unten springen. Würde gewiss für Gesprächsstoff sorgen. Er seufzte, an das Gefühl denkend, den Wind in seinen Haaren zu spüren. Aber sie waren nicht hoch genug, der freie Fall wäre ser viel zu kurz. "Es hat auch Vorteile, nicht sterben zu können", bemerkte er mit einem Grinsen, dann auf Sams nächste Frage antwortend: "Oh", sagte er: "Ich habe noch nicht den Fehler gemacht, Schwäche zu zeigen, und mit den Jahren sin sie unvorsichtiger geworden... ein Grund zur Besorgnis, ich hab ja früher nichts getan, also werde ich auch nichts tun", er lachte. Verquere Logik, obwohl sie in einem Punkt recht hatten - absichtlich würde er niemandem etwas tun. Aber wer konnte garrantieren, dass er nicht irgendwann die Kontrolle verlor? Waren sie auf Hogwarts etwa klüger? Lucien hob eine Augenbraue, sah seinen Gesprächspartner an: "Und du?" |
|  | | Sam Blackwood

 | Thema: Re: Fast leerer Gang im linken Flügel So Feb 19, 2012 12:50 am | |
| Immer diese Künstler, die es unnötig kompliziert machen mussten. Sam hingegen war ganz froh über das, was er war. Immerhin hatte er Spaß am Leben und musste sich nicht mit irgendeiner Suche nach irgendetwas herumschlagen, die ohnehin nichts brachte. Nein, er genoss den Moment. Das hatte er schon immer getan. Zwar war seine Vergangenheit nichts Bewundernswertes, aber das war seine bloße Existenz auch nicht. Somit war es ohnehin schon egal. Doch Lucien konnte es nicht hinnehmen und nicht ewig nach Antworten oder Glück suchen. Er musste auskosten, was er hatte und zwar solange er es hatte. Das konnte man doch auch ohne etliche Fragen tun. Nun ja, eben nicht jeder, wie sich gerade herausgestellt hatte. Allerdings war es nicht die Sache des Briten, ob seine neue Bekanntschaft unentschlossen war oder nicht. Immerhin war es nicht sein Problem und dabei würde es auch bleiben. Es war schon fast langweilig, dass er hingegen beinahe kein einziges Problem mehr hatte, nachdem er seine Mutter losgeworden war. Sorgenlos war sein unendlich langes Leben zwar dennoch nicht, aber nun konnte er es richtig genießen. Nun, im Grunde hatte er das schon immer getan, wie er belustigt feststellte und an seine Vergangenheit dachte. Ja, er hatte immerzu Spaß gehabt und sich nicht viel aus Menschenleben gemacht, nein, er war einfach seiner mörderischen Natur nachgegangen, wie es sich für einen Vampir gehörte. Zwar war er nur ein Halbvampir und somit in den Augen mancher wohl nur eine halbe Portion, aber dennoch war er gefährlicher als so manch anderer Blutsauger, wie er wagte zu behaupten. Er musste es nicht einmal behaupten, er wusste es sogar. Immerhin hatte in den letzten dreihundert Jahren niemand so viel Angst, Schrecken und Chaos verbreitet, wie er. Das war schon eine glorreiche Leistung und beinahe ehrenwert, wenn man nicht bedachte, dass er tausenden ohne Rücksicht das Leben genommen hatte. Dennoch, er war eben ein Monster und das Töten lag in seiner Natur. Schien es so unnatürlich, dass man Fragen beantworten konnte, ohne groß darüber nachzudenken? Nun, es klang in der Tat ein wenig abwegig, wenn man vom Stand der anderen ausging, jedoch hatte der Brite schon einige Erfahrungen und schon längst keinen Glauben an den Frieden mehr. "Nun, meine Meinung steht fest", fing er an und legte den Kopf leicht schief. "Der Tod wird wohl kaum der Frieden sein, denn nach so einer langen Zeit wirst du kaum in Frieden sterben. Ohnehin gelingt es nur einem Mörder, dich umzubringen." So viel zum Ersten. Nein, einen Vampir - sowie auch Halbvampir - konnte man nur durch rohe Gewalt umbringen. Es brachte nichts, wenn man ihn von einem Turm stieß oder ihn verhungern ließe. Selbst das verdursten würde nicht klappen, sie würden nur zunehmend schwächer werden, vermutlich nicht schwach genug, um sich nicht mehr wehren zu können. Vor allem waren sie nicht dumm genug, um sich so lange irgendwo festhalten zu lassen. Und wenn selbst Askaban einen Halbvampir nicht aufhalten konnte, was dann? "Doch das ewige Leben scheint noch weniger Frieden zu sein als der Tod", schloss er dann und lächelte dem Franzosen entgegen. Ja, und dies ohne über das Thema wirklich nachzudenken, ohne wirklich einen Gedanken daran zu verschwenden. Wenn er nicht malte, um Erinnerungen festzuhalten, wozu malte er dann? Immerhin gingen einem mit der Zeit, nach hundert Jahren, bestimmt langsam die Ideen aus. Dennoch war dieses Thema nicht so interessant, dass es sich anbot, nachzufragen. Nein, Kunst hatte Sam noch nie so wirklich interessiert. Zumindest nicht die Kunst des Malens und Zeichnens. Dies war seiner Meinung nach Belanglos und Künstler waren ohnehin meist nur deprimiert. Lucien schien auch nicht gerade eine Ausnahme und somit glücklich zu sein. Sein Leben, sein Schicksal, es plagte ihn zu sehr, als dass er normal leben könnte, wie jeder andere auch. Aber nein, normal leben würde er nie können. Und irgendwann würde allen in seiner Umgebung auffallen, was er war. Immerhin konnte er seine Vampirzähne nicht ewig verstecken und auch die anderen Merkmale würden sich irgendwann offenbaren und zu auffällig werden. Der Brite selbst hatte sich niemals bemüht, daraus ein Geheimnis zu machen. Nein, es war ihm eigentlich recht, wenn man ihn fürchtete und ihm aus dem Weg ging. Die Menschen waren viel zu langweilig, als dass sie es wert wären, dass man sich länger mit ihnen beschäftigte, als nötig. Natürlich, mit dieser Einstellung war er nicht durchgekommen und er hatte sogar Gefallen an einigen gefunden. Furcht hin oder her, es war doch nur amüsant, wenn man sie wie ein Plagegeist heimsuchte. Nur, dass man ein wenig mehr in der Hand hatte als ein Geist. Oh ja, er hatte sogar das Leben jedes einzelnen in der Hand. Nur eine Laune seinerseits und es war vorbei. Dennoch war ihm seine Freiheit doch etwas wert und er hatte keine Lust ein zweites Mal eingesperrt zu werden und nur wieder zu entkommen. Wäre er nicht bereit gewesen, die Schüler nicht zu beißen oder gar zu töten, dann hätte er bei der Abmachung nicht eingewilligt. Dennoch hatte er dies getan und somit war es entschiedene Sache. Dennoch wusste die Schülerschaft nichts von irgendwelchen Abmachungen, was das Ganze wieder interessant machte. Vollkommen aus dem Kontext gerissen meinte Lucien, dass es auch Vorteile hatte, nicht sterben zu können. Demnach zu urteilen, dass er zum Fenster gewandt war, dachte er wohl über einen Sprung nach. Zumindest hätten die Schüler dann etwas zu tratschen. Allerdings würde dann herauskommen, was Lucien war, wobei er sich doch so bemüht hatte, es allen zu verheimlichen. Dass er sich an nichts halten musste, das war überraschend. Sam hatte anderes erwartet. Vor allem, da die Menschheit doch paranoid war. Dennoch bewies es, dass die Franzosen anders waren als die Briten, was er jedoch niemals bezweifelt hatte. Allerdings hatte er sich anderes erwartet, denn Furcht war nur menschlich. Und besonders dann. Wenn man doch wusste, dass man jeden Moment sterben könnte, einfach so. Natürlich stellte er die einfache und kurze Gegenfrage, die es nun zu beantworten galt. Der Ravenclaw wollte seinem Gegenüber nicht auf einem Tablett servieren, dass er ein wahrliches Monster war und dem Ruf eines Vampir gerecht wurde, weshalb er nicht mehr als nötig sagen würde. "Mir wurde es untersagt Schüler zu beißen. Selbstverständlich darf ich auch keinen von ihnen umbringen. Falls ich diese Regeln brechen sollte, werden sie mich meiner Freiheit berauben", berichtete er und amüsierte sich in Gedanken darüber, dass vom Quälen keine Rede war. Somit konnte er also immer noch Angst und Schrecken verbreiten, ohne dass sie ihm irgendetwas antun konnten. Selbst schuld, wenn sie dies vergaßen. Die erste Abmachung war hingegen wasserdicht gewesen, was zugegebener Weise ein wenig eintönig und langweilig war. Doch nun stand es ihm frei, sich auf Kosten anderer zu amüsieren. Nein, Hogwarts war nicht sicher. Sicher vor Todessern und anderen Eindringlingen vielleicht, aber nicht sicher vor Sam.
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